So 29.07.2007 | Skövde – Huskvarna

,

Via

  • Hjo
  • Brandstorp
  • Jönköping

Infos

  • 122 km
  • 6:49 h
  • 4.50 l

Übernachtung

  • Jugendherberge

Wie üblich füllte ich zum Frühstück meinen Magen, füllte 4,5 Liter Eistee in meine 3 PET-Flaschen ab und montierte die Ortlieb-Taschen an meinem Aarios-Fahrrad. Doch heute konnte ich gleich mit einer rasanten Abfahrt starten, welche ich in vollen Zügen genoss. Danach ging es gleich mit Hi-Speed weiter: Der Rückenwind trieb mich mit 30 km/h voran! Leider verlor ich diesen Schub, als ich von der Hauptstrasse abbog. Aber dann flitzte wenigstens die Landschaft nicht so rasch vorbei…

In Hjo gab es dann, den Radweg-Schildern folgend, ein richtiges Hausecken-Rennen, mal links, ein schmales Gässchen hindurch, dann ein paar mal rechts, über Kopfsteinpflaster, Spitzkehren – nur anhand der Sonne wusste ich noch, ob ich in diesem Labyrinth ungefähr in die richtige Richtung fuhr! Ausgangs Hjo traf ich dann auf den Vättern-See, an dessen Ufer ich dann schon vor 11 Uhr eine vorgezogene Mittagspause einlegte.

Der Radweg nach Jönköping führte dann nicht dem Ufer vom Vättern entlang, sondern verlief auf einer vorwiegend bewaldeten Anhöhe. Auch hier waren wieder Naturstrassen angelegt, die wesentlich komfortabler zu befahren waren als manche asphaltierte Strasse im Elsass. Auf diesen Wegen war praktisch Natur pur anzutreffen. Nur hie und da gab es einen Bauernhof oder ein Haus zu sehen. Und Verkehr gab es überhaupt keinen. Pech, wenn es mir hier den Pneu aufgeschlitzt hätte…

Knapp 30 Kilometer nach Hjo kam ich dann auf eine geteerte Strasse, und Radweg-Schilder waren keine zu sehen. Soll ich links zum Vättern hinunterfahren oder rechts den Berg hoch? Ich entschied mich für die leichtere Variante. Etwa 200 Höhenmeter tiefer sah ich dann wieder einen Wegweiser, welcher die Radfahrer aber in die entgegengesetzte Richtung weist – aber nicht mit mir! So folge ich die nächsten 25 Kilometer der Hauptstrasse Richtung Jönköping. Dies benötigt infolge des Verkehrs zwar mehr Konzentration auf die Strasse, dafür sind ein paar Höhenmeter weniger zu bewältigen.

Nachdem ich in Bankeryd den ICA aufgesucht hatte, habe ich – via einen schmalen Fusspfad durch den Wald – wieder eine Nebenstrasse gefunden, die auch für Radfahrer vorgesehen ist. Die letzten Kilometer Richtung Jönköping führte dann ein Radweg flach dem Ufer entlang mitten in die Stadt. Und was sah ich dort hinter mir, als ich ein Foto vom Vättern machen wollte? Einen SBB-Wagon! Ob sich dieser Güterwagen verirrt hat…?!?

Um vom Radweg in die Stadt zu kommen, musste ich die Geleise überqueren. Da gerade ein Zug kam, war die Barriere aber geschlossen – und das war mein grosses Glück! Gleich beim Bahnübergang gab es einen Automaten, wo man sich auf Knopfdruck einen Stadtplan rauslassen konnte. Wäre der Bahnübergang frei gewesen, hätte ich diesen Kasten nie gesehen!

So fuhr ich dann, immer wieder den Stadtplan konsultierend, zur angegebenen Jugendherberge. Als ich dort meine JH-Karte vorwies, wurde mir dann mitgeteilt, dass es sich um eine private Jugendherberge handle und heute kein Platz mehr frei sei. Also fuhr ich zurück an den Vättern und dann nach Huskvarna, ein Vorort von Jönköping (oder ist das ein Nachort, wenn man bereits durch die Stadt hindurch gefahren ist?). Dieser Ort hatte mich schon fasziniert, als ich ihn auf der Karte entdeckt hatte. Zuvor glaubte ich, dass der Hersteller von Motorsägen und Rasenmäher einen Fantasienamen gewählt hat. Aber nein, es war ein kleines Städtchen mit einer JH – welche sogar noch Platz für mich hatte!


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