Mo 30.07.2007 | Huskvarna – Växjö

,

Via

  • Bodafors
  • Sävsjö
  • Braås

Infos

  • 152 km
  • 8:02 h
  • 4.50 l

Übernachtung

  • Hotel

Frühstück gibt es in Huskvarna schon frühmorgens, so dass ich schon um 06.30 Uhr bei Tisch sass. Dies eröffnete mir die Möglichkeit, heute auf einer längeren Etappe bis nach Växjö vorzustossen. Und auf dem Weg dorthin waren auf meiner Karte nur eine Handvoll Ortschaften eingezeichnet…

So gab es denn bis auf die letzten 30 Kilometer Natur pur. Versteckte, kleine Seechen, Wälder und Baumgruppen, fruchtbare Felder, Pferdekoppeln und Rinderweiden erblickte mein Auge entlang des Wegs. Auch die Strasse bot einiges an Abwechslung. Die Stecke war immer wieder mit kleinen Wellen durchsetzt, welche oft auf feinster Naturstrasse zu bewältigen waren.

Nach 20 Kilometer gab es die erste richtungsweisende Entscheidung zu treffen: soll ich die Strasse halblinks nehmen, oder jene halbrechts? Wegweiser waren keine zu sehen, wohin die jeweiligen Strassen führen – aber was hätten diese auch anzeigen sollen? Dort wo ich durchfahren möchte, ist die nächste Ortschaft etwa 30 Kilometer entfernt! Ich entschied mich dann zuerst für die halbrechte Variante. Als sich offenbarte, dass diese Strasse eher gegen Westen denn gegen Süden tendiert, kehrte ich nach etwas mehr als einem Kilometer wieder um und wählte die zweite Variante. Dies war dann die richtige Entscheidung, denn kurz nach der Verzweigung stellte ich fest, dass dieser Weg nach einer lang gezogenen S-Kurve in die von mir vorgezogene Richtung weist.

Für das Mittagessen setzte ich mich auf einen Haufen mächtiger Holzstämme, die zur Weiterverwertung auf ihren Abtransport warten. Dort konnte ich dann auch noch ein paar Sonnenstrahlen geniessen. Wenig später musste ich dann ein paar Kilometer weiter wieder einmal Zuflucht unter einem Baum suchen, als der übliche Regenschauer niederprasselte. Anschliessend ging es dann ziemlich dreckig weiter. Da die Naturstrassen noch feucht waren, änderte sich die Farbe meines Velos von schwarz zu braun, wie auch die Satteltaschen. Zum Glück kam aber kein weiteres Nass vom Himmel, so dass ich den trockenen Schmutz am Abend nur abklopfen bzw. abwischen konnte.

Nachdem ich das Örtchen Rankvilla hinter mir gelassen hatte, wollte ich eigentlich die Abzweigung Richtung Rottne nehmen. Aber auch wenn es wenige Strassen hat, kann man Abzweigungen verpassen… So fuhr ich dann Richtung Braås und bog für die letzten 30 Kilometer in die 23 nach Växjö ein. Nach der einsamen Fahrt auf Nebenstrassen den ganzen Tag durch waren da dann auch wieder andere Verkehrsteilnehmer anzutreffen.

Kurz vor Växjö war dann wieder so ein Kartenautomat aufgestellt, wie ich am Vortag in Jönköping angetroffen hatte – die haben touristisch schon was drauf, die Schweden! Ich entschied mich dann, mitten in die Stadt hineinzufahren und mir ein Hotel zur Übernachtung auszusuchen. Dabei viel meine Wahl auf das Elite Stadshotellet, welches zentral gelegen ist, und trotz günstigem Preis komfortabel ist. Das Fahrrad konnte ich in die separate Garderobe stellen, welche wohl für Grossanlässe dient. Mit einem kleinen Rundgang durch die Stadt und einer Pizza rundete ich diesen schönen Tag ab.


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