03.12.08, 98 km
Leider muss ich von meinem ersten blutigen Unfall dieser Tour berichten. Als ich das Garagentor รถffnen wollte, klemmte der obere Riegel zur Decke hin. Ich zog โ fester, und fester, und festerโฆ Ruckartig lรถste sich schlussendlich der Riegel, sauste durch meine eingesetzte Kraft hinunter โ und klemmte etwa 30 cm tiefer meinen rechten Zeigefinger zwischen einer eisernen Strebe ein. Glรผcklicherweise traf ich da nicht den Fingernagel, denn das hรคtte mich dann viele Wochen beschรคftigen kรถnnen (und wรคre zudem sehr schmerzvoll gewesen). Stattdessen platzte โnurโ die Fingerkuppe, welche nun eingepflastert ist. Zur Fixierung habe ich Pflaster und Finger noch mit Heftpflaster umwickelt, denn beim Velofahren sind die Finger doch viel in Bewegung โ und ein Stรผck Heftpflaster kommt so auch zum vom Erfinder gedachten Einsatzโฆ
Heute war es richtig heiss โ auch nackt wรคre ein Schwitzen oft nicht zu verhindern gewesenโฆ Deshalb waren heute kurze Hosen angesagt, und das langarm-Trikothemd trug ich ohne Unterhemd. So konnte ich wieder rasch die notwendige รrmellรคnge einstellen, denn vormittags war es im Schatten oder bei Abfahrten doch noch kรผhl.
Nach knapp 20 Kilometern verliess ich die Betonpiste und fuhr auf ausgezeichneter Naturstrasse weiter. Wenig spรคter erreichte ich die Cueva de Milodรณn, wo vor etwas mehr als 100 Jahren รberreste eines Riesenfaultiers gefunden wurden. Man vermutete, noch lebende Exemplare in Patagonien zu finden und schickte Expeditionen los. Allerdings musste man dann feststellen, dass man รผber 10โ000 Jahre zu spรคt kamโฆ
Die Weiterfahrt war dann atem(be)raubend. Brutale Steigungen verlangten mir mit meinem schweren Velo (ich habe Verpflegung fรผr mehr als eine Woche dabei) alles ab. Diese gab es besonders direkt nach der Cueva del Milodรณn, zwischen Kilometer 62 und 75 sowie auf den letzten 5 Kilometern. Aber dafรผr hatte ich die ganze Zeit die Gipfel der Torres del Paine im Blickfeld, fuhr an tiefblauen und tรผrkisfarbenen Seen vorbei, durch Feuerbรผsche โ fantastisch! Dennoch war ich froh, den Zeltplatz in Pehoe erreicht zu haben. Hier habe ich nun freien Blick auf das Bergmassiv direkt aus dem Zelt!
Leider kann ich die geplante Umrundung der Berge nicht vornehmen, da der Circuito gesperrt ist. Eine Lawine habe Stege weggerissen. Nun muss ich mir andere Wanderrouten suchen. Zuerst werde ich morgen aber einen sicheren Platz fรผr Velo und Packtaschen ausfindig machen.
04.12.08, 6 km
Auf dem Zeltplatz herrschte am morgen frรผh weder Wind noch Sonnenschein, weshalb ich mit dem Zeltabbau noch etwas warten musste. Um 9 Uhr machte ich mich dann aber auf den Weg zur Guarderรญa Pudeto. Dort durfte ich mein Fahrrad und die Packtaschen fรผr die kommenden Tage hinstellen.
Nachdem ich den Rucksack vollgestopft hatte, schaute ich mir zuerst den Salto Grande an. Ich hatte ja noch ein bisschen Zeit, denn das Schiff รผber den Lago Pehoรฉ legte erst um 12 Uhr ab. Die 30minรผtige Fahrt mit dem Katamaran war mit 11โ000 Pesos zwar nicht ganz billig, brachte mich aber zum Start meiner mehrtรคgigen Wanderung, auf der ich das „W“ laufen werde. Da bemerkte ich dann auch, dass ich die Schuhplatten nicht gewechselt hatte… รber die Felsen hatte ich aber trotzdem genรผgend Halt, um sicheren Schrittes zum Refugio Grey zu gelangen. Auf dem Weg dorthin waren im speziellen Eisberge zu sehen, welche im Lago Grey trieben. Und spรคter zeigte sich dann auch die Abbruchkante vom Gletscher. Dorthin werde ich morgen dann einen Abstecher machen.
05.12.08, 0 km
Trotz eingeschrรคnktem Komfort habe ich gestern recht gut geschlafen. Beim Rucksack packen musste ich auf die Isomatte verzichten, da diese schlicht keinen Platz mehr hatte. Die Platzwahl fรผr das Zelt ist deshalb besonders wichtig โ und meine Jacke isoliert als Unterlage auch ganz gut…
Um zehn vor sieben verliess ich bereits das Zelt und lief mit leichtem Gepรคck weiter. Bereits nach einer Stunde erreichte ich das Campamento Las Guardas โ auf der Karte wird fรผr diese Strecke das Doppelte angegeben. 15 Minuten spรคter sah ich dann, wo die Lawine den Weg weggerissen hat. Mittlerweile kรถnnte man da aber sicher durchlaufen. Schade, dass deshalb der Circuito geschlossen ist. Auf dem Rรผckweg zweigte ich dann noch zum Mirador ab, wo man genau bei der Abbruchkante auf den Grey-Gletscher hinuntersehen kann. Dann gings zurรผck zum Zelt, alles zusammenpacken, und um 10 Uhr marschierte ich wieder los โ andere begannen da erst mit dem Frรผhstรผck… Nun ging es den selben Weg zurรผck und dann weiter zum Campamento Italiano.
Bis auf 50 Meter war dieser Pfad einfach. Ein Bach hat allerdings ein neues Bett im Wanderweg gefunden. Links und rechts sind die Bรผsche so dicht, dass kein Weg vorbeifรผhrt, weshalb ich dann knรถcheltief durchs Wasser watete. Die Schuhe sind so auch wieder mal innen und aussen gewaschen…
Im Campamento Italiano baute ich dann rasch mein Zelt wieder auf und machte mich mit Minimalgepรคck an den Aufstieg zum Campamento Britรกnico durchs Valle del Francรฉs. Wenn der Wald den Blick freigibt, hat man da immer wieder herrliche Ausblicke auf Berge, Wรคlder und Seen. Nach einer Stunde kehrte ich dann um, damit ich zu einer vernรผnftigen Zeit wieder im Camp war. Und die knapp 30 km spรผre ich langsam auch in den Beinen… Um 18.30 Uhr war ich dann wieder beim Zelt โ mรผde, zufrieden, und hungrig.
In dieser Ecke vom Zeltplatz ist es wie ein Treffen von โaltenโ Bekannten. Die Italiener sind wie gestern meine Nachbarn. Auf der anderen Seite ist die Deutsche, die auch mit einem Nallo2-Zelt unterwegs ist, die ich gestern auch schon am Lago Grey gesehen habe. Und daneben steht das Zelt der beiden Radfahrer, die ich gestern am Salto Grande getroffen habe. Sie fuhren von Cรณrdoba aus den Anden entlang runter und wollen dann ab Ushuaia auf der Ruta 3 nach Norden vorstossen. So konnten wir gegenseitig Informationen รผber die bevorstehende Strecke austauschen.
06.12.08, 0 km
Heute habe ich nochmals รผber 25 km Fussmarsch zurรผckgelegt. Zwischen den markanten Bergspitzen und dem Lago Nordenskjold fรผhrte die Wanderung Richtung Osten. Dreimal waren auch Bรคche zu durchqueren, wo man unmรถglich trockenen Fusses rรผberkam. Eine Querung war ganz abenteuerlich: der Bach war ziemlich breit und fรผhrte viel Wasser โ und mit dem steilen Gelรคnde war er auch ziemlich wild. Als einzige Hilfe war ein dicker Draht rรผbergespannt, damit man sich daran festhalten kann. Und auch wenn man immer die Steine traf, war man trotzdem mehr als knรถcheltief im Gletscherwasser! Deshalb verbrachte ich auch die meiste Zeit mit nassen Schuhen, Socken und Fรผssen. Die werden sicher froh sein, wenn ich morgen meine Wanderungen abgeschlossen habe…
Zum Campamento Torres ging es fast 3 Stunden lang praktisch nur bergauf โ und dies zwischendurch mit brutalem Gegenwind! Kleine Steinchen flogen manchmal wie Hagel durch die Luft… Etwa um 15.00 Uhr erreichte ich das Campamento, und nachdem ich das Zelt aufgestellt hatte, verordnete ich mir eine Stunde Zwangspause. Das ich diese nรถtig hatte, konnte ich dann um 17.00 Uhr erkennten, als ich zum Gipfelsturm aufbrach: Ich hatte nicht mal mehr den Bach wahrgenommen, der mitten durchs Camp fliesst und die Wasserversorgung sicherstellt!
40 Minuten Felsblock-Klettern waren noch angesagt, und dann stand ich vor den majestรคtisch in den Himmel ragenden Torres, DEN Torres del Paine. Das war ein wรผrdiger Tagesabschluss und die Krรถnung der Wanderung. Wenn das Wetter morgen frรผh immer noch schรถn ist, werde ich wohl nochmals hochlaufen, bevor ich wieder ins Tal hinuntersteigen werde.
07.12.08, 6 km
Um 8 Uhr stand ich wieder zuoberst vor den Torres, und diesmal hatte ich die Sonne im Rรผcken โ und erst noch kein Wind. Als ich mich auf den Rรผckweg machte, zogen schon erste Wolken auf โ und ab 10 Uhr verschwanden die Gipfel hinter einem dicken Wolkenband fรผr den Rest des Tages. Pech fรผr jene, die da mรผhsam hochklettern und dann der finale Anblick verwehrt wird…
Um halb zwรถlf war ich unten bei der Hosterรญa Torres, und da hรคtte ich mir beinahe ein Eis gegรถnnt. Glรผcklicherweise habe ich mir das allerdings verkniffen, denn 30 Minuten spรคter hatte ich alle Kleider angezogen und fror trotzdem. Wenn die Sonne nicht mehr scheint und der Wind pfeift, wird es doch mehr als nur ein wenig kรผhl… Um 2 Uhr fuhr dann der Bus zur Laguna Amarga, wo weitere 2 Stunden Wartezeit angesagt waren. Immerhin war es dort windgeschรผtzt und die Sonne schien auch wieder die meiste Zeit.
Etwas nach fรผnf Uhr war ich endlich wieder in Pudeto und konnte feststellen, dass Fahrrad und Gepรคck noch vollstรคndig vor Ort waren. Einzig das Gummiband fรผr die Tachohalterung ist gerissen, so dass nun wieder bewรคhrtes Heftpflaster zur Anwendung kommt. Ich radelte die 6 Kilometer zum Camping Pehoe, wo ich nach 4 Tagen endlich wieder eine Dusche geniessen konnte. Der Leim kam dann auch wieder zur Anwendung: vom vielen Felsenklettern ist am rechten Schuh die Laufflรคche gebrochen. Da ist gut, dass fรผr dieses Jahr nur noch eine einzige Wanderung vorgesehen ist โ beim Grenzรผbergang von El Chaltรฉn nach Villa OโHiggins werde ich nicht durchgehend radeln kรถnnen.
Beim Abendessen sorgten noch 2 junge Fรผchse fรผr Unterhaltung, welche vor dem Restaurant miteinander spielten.
08.12.08, 81 km
Das Morgenessen habe ich im Parilla vom Campingplatz eingenommen. Brot und Konfitรผre habe ich komplett aufgebraucht, und diese im Park zu erwerben hรคtte mich wohl fast soviel gekostet wie die 5โ000 Pesos fรผr das komplette Frรผhstรผck.
Nachdem ich mich von den langzeitreisenden Schweizern nebenan verabschiedet hatte, nahm ich um 9 Uhr die auf den ersten 6 Kilometern bereits bekannte Strecke in Angriff. Heute schaffte ich dieses Teilstรผck mit 27 Minuten fast 3 Minuten schneller als am Donnerstag… Von der gestrigen Busfahrt wusste ich, dass danach etliche knackige Steigungen auf mich warteten. Zum Glรผck wurde ich nun aber vom Wind unterstรผtzt โ wobei dies bei den Lagunas Mellizas fatale Folgen hatte! Dort gab es eine etwa 50 Meter lange, steile Abfahrt, gefolgt von einer Rechtskurve. Alles Bremsen wirkte nicht viel, denn der Wind kam da wie aus einer Dรผse geschossen. Und in der Kurve wischte mich der Wind quer รผber die Strasse. Ich konnte nur noch dafรผr sorgen, dass mir die Rรคder im lockeren Geschiebe zwischen den Fahrspuren nicht wegrutschen und dass ich mich bis nach der Leitplanke auf der Strasse halten kann. Dort machte ich dann unfreiwillig einen halben Salto รผber den Lenker und landete kopfรผber in einem Kieselhaufen. Dem Fahrrad ist glรผcklicherweise nichts passiert, bei einer Packtasche ist eine Arretierung der Halterung abgebrochen โ und an meinem Kรถrper waren nur ein paar oberflรคchliche Blessuren an rechter Hand und Knie zu sehen. Also durchatmen, wieder aufs Rad steigen und die nรคchste Steigung in Angriff nehmen…
Zeitweise ging es dann an einigen Guanaco-Herden vorbei. Von diesen Tieren habe ich heute bestimmt weit รผber 100 Stรผck gesehen โ sowohl innerhalb wie auch ausserhalb vom Park.
Gegen Mittag legte der Wind nochmals an Stรคrke zu, und ab dem Mittagessen verbrachte ich den Rest des Tages mit langen Hosenbeinen und Regenschutz, um mich vor der kalten Luft zu schรผtzen. Auf etlichen Kilometern war der Wind dann ganz gemein, denn nach jeder Kurve kam er wieder von vorne! 20 Kilometer vor Cerro Castillo hatte ich dann endlich wieder mal Rรผckenwind โ und Asphalt unter den Rรคdern! Wie lange dieses schwarze Band noch besteht, ist allerdings fraglich. Von den 12 Kilometern waren 2 Kilometer bereits wieder mit Steinen und Sand bedeckt, und auf einem weiteren Abschnitt ist man gerade dabei, den Ripio draufzuwalzen. Die spinnen, die Chilenen…
Cerro Castillo ist ein Mini-Ort an der Grenze, bietet aber Unterkunft und Verpflegung. Im Hospedaje gibt es 2 Kategorien von Zimmern: Im Hauptgebรคude fรผr 58โ000 Pesos oder im Annex fรผr 19โ000 Pesos. Der Unterschied konnte mir nicht plausibel erlรคutert werden, weshalb ich mich fรผr den Annex entschied. Und da ich da offenbar der einzige Gast gewesen wรคre, wurde ich trotzdem im Hauptgebรคude einquartiert…
09.12.08, 111 km
Beim Frรผhstรผck konnte ich feststellen, dass ich tatsรคchlich der einzige Gast in der Hosterรญa war โ geschlafen habe ich jedenfalls wunderbar. In Cerro Castillo fuhr ich dann zuerst zum รถffentlichen Telefon, um wie vereinbart 3 Tage vor meiner Ankunft in El Calafate DHL Bescheid zu geben โ gestern Abend war das DHL-Bรผro bereits geschlossen. Die Dame meinte, dass es wohl einige Tage dauern werde, bis das Paket in El Calafate sei, da Tierra del Fuego eine Sonderprovinz sei und die Lieferung deshalb wieder durch den Zoll mรผsse. Das hรคtte die blรถde Kuh auch sagen kรถnnen, als ich noch in Ushuaia war! Dann hรคtte ich ihr nรคmlich bereits da eine Adresse in El Calafate angegeben! Wofรผr steht eigentlich DHL? Dรคmliche, hoffnungslose Lieferverweigerer? Dรคumchendrehende, handlungsverweigernde Laferer? Dreiste, hemmungslose Lรผgner? Und dann nennt sich das ganze auch noch โExpressโ… Jedenfalls hoffe ich, dass das Paket bald schadlos und vollstรคndig in El Calafate eintreffen wird.
Wenigstens wurde ich mit dem Wetter fรผr diesen รrger entschรคdigt: Meist Rรผckenwind und ein komplett wolkenloser Himmel. So gab es nicht diese abrupten warm/kalt-Wechsel wie in den vergangenen beiden Tagen, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schob. Nach dem Grenzรผbergang hatte ich in Argentinien aber leichte Orientierungsschwierigkeiten, denn auf dem Distanzschild waren nur die kleinen Orte Richtung Sรผden angegeben. Habe ich da eine Abzweigung verpasst? Ich fuhr wieder 500 Meter den Berg runter, doch da war nur ein Feldweg, wo mir ein Traktor entgegenkam. Der Fahrer bestรคtigte mir dann, dass ich wieder zurรผck und weiter den Berg hochfahren muss. Nach bangen 5 Kilometern Anstieg kam dann endlich die Einmรผndung in die Ruta 40, wo ich nach Norden abbiegen konnte.
Die nรคchsten 40 Kilometer hatte ich dann wieder mal feinen Asphalt unter den Reifen, und mit dem Rรผckenwind ging es ziemlich flott voran. Nicht zu verachten war natรผrlich auch das Panorama, wo ich mit etlichen schneebedeckten Andengipfeln verwรถhnt wurde โ und auch die Torres del Paine waren klar zu erkennen. Und auf der anderen Strassenseite stocherten Flamingos im Wasser herum…
In Tapi Aike bog ich dann wieder auf den Ripio ab, wo es sich zumeist auch ganz gut rollte. Die meisten wรคhlen aber wohl die wahrscheinlich durchgehend asphaltierte Route via Esperanza, welche dafรผr einiges lรคnger ist. Jedenfalls habe ich auf den letzten 50 Kilometern gerade mal eine Handvoll Fahrzeuge gesehen.
Glรผcklich und zufrieden habe ich dann das Zelt zwischen trockenen Bรผschen aufgeschlagen โ nur die Ameisen hatten weniger Freude, als ich offenbar einen Hering durch ihr unterirdisches Nest bohrte…
10.12.08, 106 km
Letzte Nacht hat es weniger abgekรผhlt als in den vergangenen Monaten. Deshalb habe ich auch die ganze Nacht den Schlafsack nicht geschlossen, sondern wie eine Decke benutzt. Dafรผr wartete dann ein Mรผckenschwarm auf mich, als ich das Zelt zusammenpackte. Eiligst nahm ich die letzten 12 Kilometer Ripio unter die Rรคder, bis ich wieder auf die asphaltierte Strasse einbiegen konnte โ und damit auch in den Gegenwind. Dabei ging es in sanften Wellen stรคndig bergauf, was mein Tempo zusรคtzlich verminderte.
Nach 45 Kilometern nahm ich etwas windgeschรผtzt in einem Graben das Mittagessen ein โ und 1 Kilometer spรคter hatte ich dann einen riesigen Abgrund vor mir. Auf 15 Kilometer durfte ich dann etwa 500 Hรถhenmeter vernichten. Doch auch da war strampeln im Gegenwind angesagt…
Die brennende Sonne, der immer stรคrker werdende, trockene Gegenwind und die bis El Calafate praktisch nie ebene Strecke setzten mir dann kรถrperlich und mental brutal zu und liessen meinen Wasserverbrauch exponentiell steigen. Auf den letzten 40 Kilometern benรถtigte ich 4 Liter Flรผssigkeit… Mit den letzten Tropfen erreichte ich erschรถpft und vรถllig abgekรคmpft doch noch El Calafate, wo ich im Hotel los Glaciares โLibertadorโ nach einem freien Bett fragte. Leider war alles schon komplett belegt, doch im Schwester-Hostal war noch was frei. So ist es auch kein Problem, dass DHL das Paket hoffentlich bald ins โLibertadorโ liefert.
El Calafate, 11.12.2008
Gesamtkilometer: 6849


















