Mi 10.07.2024 | Nantua – Albertville

,,

Via

  • Bellegarde-sur-Valserine
  • Frangy
  • Annecy

Infos

  • 115 km
  • 6:10 h
  • 6.00 l
  • Zelt
  • Camping Albertville
  • EUR 10.22

Strava

Was war das wieder für ein unglaublicher Tag! Das Ganze begann schon gestern Nacht, denn ich konnte erstmals auf dieser Tour mit offener Apsis einschlafen – zuvor war es jeweils zu nass, zu kalt oder beides zusammen. Nun, um 01.30 Uhr wurde ich mit einem Donnerschlag geweckt, es kam aber glücklicherweise kein Nass vom Himmel. Erst beim zweiten Donner um 03.00 Uhr musste ich mich beeilen, das Zelt wieder komplett zu schliessen. Als ich um 05.40 Uhr wieder aufwachte und frühstückte, war das Zelt zwar noch nass – aber es ist es ja in den letzten Tagen gewohnt, nass eingepackt zu werden und abends am neuen Ort zu trocknen.


Gerade als ich um 06.00 Uhr zum Sanitärblock wollte, begann es wieder zu regnen – diesmal ohne vorherigen Donner. Auch nach Zähneputzen, Rasieren und Sonnencrème einstreichen regnete es immer noch – zu heftig für meinen Geschmack, um loszufahren. Also zurück ins Zelt und im eBook die nächsten Seiten lesen (Casino Royale von Ian Fleming). Und es wurden viele Seiten…


Erst kurz vor 8 Uhr gab es eine Regenpause, so dass ich dann die Velosachen anzog, die 3 1.5 Liter-Petflaschen mit Wasser und Sirup füllte, das Zelt abbaute und alles aufs Velo lud. Dabei hat es bereits wieder genieselt, beim Losfahren um 08.40 Uhr war das aber auch wieder beendet.


So ging es durch Nantua durch, und es wartete am Dorfausgang noch eine sanfte Steigung – aber ich musste schon bald wieder die kleinsten Gänge auflegen – habe ich denn gar keine Kraft mehr? Nun, es sind ja „nur“ etwa 80 Kilometer geplant, dazu etwas weniger Höhenmeter als gestern – ich sollte also das Tagessoll erfüllen können.


Als ich sich nach 6 Kilometern die Strasse endlich in die von mir präferierte Richtung neigte, hörte ich ein unwillkommenes Geräusch: Da streift etwas am Rad! Es war die Tragschlaufe einer der Packtaschen, die sich ans Hinterrad klammerte. Als ich das Rad von diesem zusätzlichen Bremsklotz befreite, ging es wieder deutlich rascher voran – bergab wie auch bergauf! Hat diese Tragschlaufe allenfalls schon gestern das Hinterrad gestreift?


Jedenfalls ging es bis Bellegarde-sur-Valserine fast nur noch bergab, dort über die Rhone und dann wieder bergauf. Aber eben, auch bergauf war ich nun nicht mehr in den kleinsten Gängen, obwohl es steiler war als ausgangs Nantua. Dafür musste ich mich fast bis Annecy mit dem motorisierten Verkehr herumschlagen, aber bis auf sehr wenige Ausnahmen waren alle sehr rücksichtsvoll.


Um 11.30 Uhr legte ich beim Carrefour von Frangy meinen zweiten Essenshalt ein – und den Shop nutzte auch eine in Genf lebende Tessinerin mit ihrem Kollegen auf ihrer Rennvelorunde für eine kleine Verstärkung.


Kurz vor Annecy gab es dann wieder einen Radweg, zum See zu kommen war aber nicht ganz einfach. Zum Glück habe ich einen Lotsen dabei… Der Veloweg führte nun schön dem See entlang, vermutlich auf einer stillgelegten Bahntrassee. Jedenfalls gab es bei Duingt einen schönen Tunnel, der wohl kaum nur für die Radfahrer erstellt worden war – obwohl es von diesen tausende dem See entlang gab.


In Duingt hatte ich mein Etappenziel bereits überschossen, aber es war noch früh am Nachmittag, ich fühlte mich gut und hatte einen schönen Rückenwind. Selbst der Nieselregen von Annecy bis Duingt konnte mir da nichts anhaben. So liess ich den Lac d’Annecy hinter mir und erfreute mich zudem an weniger Verkehr auf der Velopiste. MAPS.ME zeigte mir, dass es in Faverges noch einen Carrefour gibt und wenig später einen Campingplatz.


Um 16.30 Uhr fuhr ich vom Carrefour wieder los, doch der nächste Campingplatz war da schon nicht mehr mein Ziel. Dieses hatte ich für Albertville gesetzt, in 18 Kilometern Entfernung. Ich meine mich zu erinnern, als ich vor ein paar Jahren frühmorgens von Albertville her in dieses Tal einfuhr (und dann auf einen Alpenpass abbog), Rückenwind gehabt zu haben. Es wäre doch blöd, wenn ich heute Abend den Rückenwind nicht nutzen würde und mich morgen dann allenfalls im Gegenwind abstrampeln müsste…


Der Radweg ging nun nicht mehr leicht bergauf, sondern bergab, so dass ich ein noch höheres Tempo erreichte. Und so war ich bereits um 17.15 Uhr auf dem Campingplatz von Albertville, der sich gleich neben dem Radweg bei der Stadteinfahrt befindet. Hier war ich 2012 schon einmal eine Nacht, kann mich aber an überhaupt nichts mehr erinnern.


So gab es heute die Büchse Spaghetti, die ich für gestern vorgesehen hatte. Als Vorspeise gab es einen „Salade Piémontaise“ – das war bereits die dritte 300 Gramm-Portion des Tages! Morgen soll es eine kurze Etappe nach Bourg-Saint-Maurice geben, übermorgen einen wetterbedingten Ruhetag.


Meine Lieblingsetappen

Mehr...

Newsletter

Möchtest du regelmässig über mein Fahrrad-Abenteuer per Mail informiert werden und zusätzliche Informationen erhalten? Dann freue ich mich auf deine Newsletter-Anmeldung!

Anmeldung...

Beiträge filtern


Back to top arrow