Sa 30.07.2022 | Bühl am Alpsee – Lechbruck am See

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Via

  • Immenstadt
  • Nesselwang
  • Pfronten
  • Füssen
  • Hohenschwangau
  • Trauchgau
  • Wies
  • Steingaden

Infos

  • 105 km
  • 6:33 h
  • 5.50 l
  • Zelt

STRAVA

Der heutige Tag begann, wie der gestrige endete: mit Regen! Daher drehte ich mich nochmals im Schlafsack und fuhr eine Stunde später los als gestern. Mit 08.20 Uhr ist das sicher für Manche(n) dennoch eine viel zu frühe Zeit an einem Urlaubstag…


Auf der Fahrt durch Immensee habe ich mich nur zweimal verfahren. Leider habe ich keinen Röntgenblick und kann daher hinter Hauswänden versteckte Schilder  nicht erkennen… Es folgte eine kurze Ebene, und mit Rettenberg zeichnete sich die nächste Ortschaft am Horizont ab. Wie es der Name suggeriert, ging es dorthin bergauf. 


Bis kurz vor Füssen folgte eine ständige berg- und talfahrt. Diese war zwar kräftezehrend, aber ich brachte heute auch etwas Druck auf die Pedale. Die ersten körperlichen Verbesserungen zeigen sich also! Leider gibt es aber auch negative Effekte. Meine beiden Kontaktflächen zum Velosattel bin ich am salben, nachdem gestern beim Duschen gewöhnliches Wasser auf der Haut brannte! Immerhin konnte ich auch heute den ganzen Tag gut im Sattel sitzen. Und auch der rechte Ellbogen bereitete mir heute keine Mühe. Die Pflege mit kaltem Wasser, kühlen und Sonnencrème hat sich offenbar bewährt, nachdem mir gestern beim Spaghettikochen ein Malheur passierte und der Topf kippte.  


Nach Füssen machte ich noch einen kurzen Abstecher nach Hohenschwangau und besichtigte Schloss Neuschwanstein von der Ebene aus. Da war es dann auch wieder einfacher, den Radwegschildern zu folgen, als in Pfronten. Dort hatte ich das Gefühl, dass ich alle paar Hundert Meter die Karte konsultieren musste, weil immer nur die nächsten Weiler des Ortes (und davon hat es offenbar sehr viele) angeschrieben waren. 


Mit Rückenwind kam ich Trauchgau entgegen, und aus der Ebene wurde es wieder hügeliger, und steiler, und die Wege schlechter. Ich meisterte aber alle Rampen und war dann kurz nach 15 Uhr in Wies. Eine Abfage zeigte mir, dass der nächste Campingplatz in Lechbruck am See liegt. Da muss ich zwar nach Westen fahren (Passau liegt im Osten), aber für heute hatte ich nun doch langsam genug. Und mein Zelt sollte ja auch noch trocknen, das ich am Morgen nass eingepacht hatte. Die nächsten 2.5 Stunden bereiteten dann aber viele Überraschungen…


Zunächst gab es einen Platzregen mit Gewitter, als ich durch einen kleinen Wald auf Schotterstrasse fuhr. Ich stellte mich zunächst unter einen Baum, musste dann aber doch noch die Pellerine anziehen. Als es dann auch noch kurz rieselte und stürmte, war ich froh um diesen Schutz.


Ausgangs Steingaden wartete dann eine fast genauso steile Rampe, wie ich in den Ort heruntergekommen bin – immerhin war diese bergauf aber geteert. Im nächsten Ort schaute ich, wo es Einkaufsmöglichkeiten gibt. Die nächsten wurden in Steingaden angezeigt… In Leerbruck hat es auch, aber ich wollte nicht durch den Ort hindurchfahren, sondern von der anderen Seite des Sees zum Campingplatz radeln. Also die knapp 2 km zurück nach Steingaden, diesmal aber neben der Hauptstrasse in der Ebene – und wo ist jetzt dieser Laden? Nachdem ich zum dritten Mal vorbeigefahren war, schaltete ich das Navi ein – das mich zu einem leerstehenden, zu vermietenden Gebäude führte… Also Planänderung und doch in Leerbruck einkaufen.


Nach dem Check-In auf dem Campingplatz fuhr ich zur nächstgelegenen Zeltwiese hoch – und der Himmel zeigte sich wieder nicht von seiner besten Seite! Rasch breitete ich die Zeltunterlage aus, fuhr die beiden Gestänge ein, setzte je zwei Häringe vorne und hinten zur Grundspannung des Zeltes, und warf schon im einsetzten Regen alle Taschen ins Zelt hinein und mich hinterher. Dutzende Minuten später war auch dieses Gewitter vorbei und ich konnte das Zelt final verankern und endlich unter die Dusche! Nach einem leckeren Abendessen tippte ich diese Zeilen. Nun werde ich noch schauen, wo ich morgen durchfahren könnte.


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