Sa 28.07.2007 | Mariestad – Skövde

,

Via

  • Källby
  • Eggby
  • Timmersdala

Infos

  • 116 km
  • 6:20 h
  • 3.50 l

Übernachtung

  • Jugendherberge

Gestern Nacht hat der Regen aufgehört, so dass heute Morgen die Ausrüstung wieder vollständig trocken war. Der Himmel war aufgerissen, die schneeweissen Wolken, vom Wind aufgewühlt und angetrieben, liessen viel Platz für den türkisfarbenen Hintergrund.

Im Gegenwind ging es nach wenigen Kilometern weg von der E20 Richtung Kinnekulle. Auf einen Abstecher zum Aussichtsturm auf diesem Berg habe ich dann verzichtet. Infolge des wieder aufkommenden Regens war ich wieder nass bis auf die Knochen. Doch wenig später schien wieder die Sonne, die meine Kleider – und auch mich – wieder trocknete.

Mit einem letzten Blick verabschiedete ich mich in Källby vom Vännern, den ich in den letzten Tagen fast vollständig umrundete. Nun fuhr ich weiter nach Skövde auf Strassen, die auf meiner Karte fast ausschliesslich als touristisch interessant eingestuft wurden – und es war wirklich traumhaft schön! Warum es aber genau von Ledsjö nach Eggby weniger schön sein sollte, kann ich nicht genau nachvollziehen, denn dort hat es mir am besten gefallen! Auf einer Naturstrasse, die fast so fein war wie Asphalt – und es auch entsprechend gut rollte –, ging es durch kleine Wäldchen, über bunte Wiesen, vorbei an imposanten Baumgruppen und Alleen, mal an einem Bauernhof vorbei, mal an einem typisch schwedischen Haus, rot bemalt mit weissen Fensterrahmen. Zusätzliche Abwechslung boten die sanften Steigungen und leichten Abfahrten, die den positiven Eindruck abrundeten. What a wonderful world!

Von Eggby aus gibt es viele verschiedene – und sicher auch interessante – Möglichkeiten, um nach Skövde zu gelangen. Ich entschied mich dann für den Weg via Timmersdala – Berg. Die Strasse führte immer weiter hoch, bis ich dann in rasanter Abfahrt nach Skövde hinunterfahren konnte. Dort fuhr ich dann auf die Ringstrasse und suchte die Jugendherberge, bis ich dann auch tatsächlich einen Hinweis fand. Ein altes, beinahe vollständig abgeschossenes Schild zeigte die Richtung an. Das letzte Wegstück war dann aber besonders brutal. Es ging wieder einen Hügel hoch, und – ohne erbarmen – immer steiler. Die letzten Meter der Steigung musste ich dann vom Rad steigen und schieben. Doch das war gar nicht so einfach, denn der Radweg war zwischen den Bäumen hindurch so schmal, dass man fast keinen Platz hatte, um neben dem Fahrrad zu stehen. Und als ich, oben angekommen, dann zurückschaute, war da ein 12%-Gefälle (bzw. Steigung, wenn man hochfährt) angezeigt. Und der Radweg war wohl noch ein bisschen steiler, da der Kulminationspunkt noch ein paar Meter höher war!

Dafür war dann die JH einzigartig, so dass sich die Strapazen wirklich lohnten! Ich hatte ein Zweibett-Zimmer für mich (es gab diese Nacht wohl keinen weiteren Single mehr, der in der JH übernachten wollte), und das Zimmer hatte einen eigenen Balkon und Fernseher. Küche und Dusche war im Gemeinschaftsbereich, welcher im Gang war. Insgesamt gab es aber nur 6 oder 7 Zimmer.

Den Balkon nutzte ich gleich aus, indem ich mit meinen Gummibändern eine Wäscheleine konstruierte und dort meine Kleider zum Trocknen aufhängte. Nachts spannte ich die Bänder dann durchs Zimmer, damit die Wäsche am nächsten Morgen auch wirklich wieder trocken ist.


Meine Lieblingsetappen

Mehr…

Gefahrene Route 2026


Newsletter

Möchtest du regelmässig über mein Fahrrad-Abenteuer per Mail informiert werden und zusätzliche Informationen erhalten? Dann freue ich mich auf deine Newsletter-Anmeldung!

Anmeldung…

Beiträge filtern


Back to top arrow