In der sternenklaren Nacht war es auf dieser Hรถhe – รผber 1’000 Meter – empfindlich kรผhl. Ich musste wahrlich รผberlegen, ob ich den Schlafsack schliessen soll. Ich habe mich dagegen entschieden und ihn wie รผblich als Decke benutzt.
Das Zelt packte ich noch mit meinem zweiten Thermounterhemd – das erste war vom gestrigen Ausflug noch nicht trocken – zusammen, aber noch vor dem Losfahren verstaute ich es im Gepรคck. Die Sonne heitzte um 8 Uhr schon gehรถrig ein, so dass fรผr die lange Abfahrt nach Mauth ein trockenes Shirt genรผgte.
Die ersten 10 km waren somit auf dem Radweg rasch zurรผckgelegt, dann kam ich auf „Neuland“, da ich diesen Radweg gestern ja hochgefahren bin. Von nun an sah ich bis Bayerisch Eisenach kaum mehr Asphalt unter meinen Rรคdern, und es war eine stรคndige Berg- und Talfahrt. Insbesondere zu Beginn gab es ein paar giftige Steigungen, die auch รผber 20% steil waren. Am Nachmittag hรคtte ich diese wohl nicht mehr hochfahren kรถnnen…
Obwohl viel im Wald – der Radweg befindet sich „zufรคlligerweise“ im Nationalpark Bayerischer Wald – war die Fahrt dennoch sehr abwechslungsreich. Und dann und wann รผberholte ich auch E-Biker, die ohne Gepรคck unterwegs waren…
In Oberfrauenau stรคrkte ich mich mit einem Mittagessen in einem Biergarten, spรคter gรถnnte ich mir einen Mittagsschlaf auf einem schattigen Bรคnkchen.
Wenige Kilometer vor der Landesgrenze verlor ich den Radweg doch noch aus den Augen – da habe ich ein Schild falsch interpretiert und mochte nicht wieder bergab zurรผckfahren. Ich fuhr daher auf einem Nationalpark-Radweg, der zum Schluss nochmals ziemlich steil wurde und mich zur einen oder anderen Pause zwang. Auf diesem Weg kam ich aber auf direktem Weg nach Bayerisch Eisenach und musste dazu nicht รผber Gebiet der Tschechischen Republik fahren. In Bayerisch Eisenach liess ich es mir aber trotzdem nicht nehmen, rasch รผber die Grenze zu fahren…
Es folgten noch die letzten Kilometer nach Zwiesel, wo ich aus logistischen Grรผnden schon gestern Abend ein Hotel reserviert hatte. Grundsรคtzlich ging es bergab, aber auch auf diesem Teilstรผck hat man nicht auf Gegenanstiege verzichtet. Immerhin kamen mir keine Langlรคufer entgegen, denn der Radweg dient im Winter offenbar als Loipe.
Von Zwiesel aus beabsichtige ich, auch die verbleibenden ca. 150 km vom Regental-Radweg zu erkunden und dann in Regensburg auf den Donauradweg einzubiegen. Aber Plรคne kรถnnen sich immer wieder รคndern…

















