Nach dem Hochladen des gestrigen Berichts gab es keinen Landeanflug mehr auf den Flugplatz Agno, daher auch keine Mรถglichkeit einer Havarie…
Der Wetterbericht sah heute Morgen noch gleich aus wie gestern Abend – und somit soll es ab heute Nachmittag / Abend (je nach Quelle) und bis morgen Nachmittag regnen. Daher habe ich gleich nach dem Frรผhstรผck ein Hotelzimmer fรผr zwei Nรคchte in Bellinzona reserviert. Bis dorthin sind es knapp 40 Kilometer, das sollte also vor dem einsetzenden Regen reichen.
Nass wurde ich trotzdem, und das nicht zuwenig: Allerdings vom Schwitzen, als es den Monte Ceneri zu bezwingen galt. Bei diesem schwรผlwarmen Wetter war es nicht einfach, bei den Schaltvorgรคngen nicht abzurutschen. Daher hatte ich heute auch oft ein Handtuch รผber dem Lenker, das den Schweiss ein wenig aufsog. Einmal blieb trotzdem die Schaltung hรคngen, als es eine steile Rampe hinaufging, und ich musste schauen, dass ich noch rechtzeitig aus den Klickpedalen kam und die Fรผsse auf den Boden stellen konnte. Auch das Anfahren danach war nicht ganz einfach…
Als ich den Kulminationspunkt erreicht hatte, ging es natรผrlich einfacher vorwรคrts, Auf der schรถnen breiten Hauptstrasse mit einem feinen Belag konnte ich wieder talwรคrts rollen. Unten angekommen, wechselte der Radweg die Talseite und es fehlten nur noch wenige Kilometer bis Bellinzona. Der Himmel war zwar leicht bedeckt, doch Regen oder ein Gewitter war nicht in Sicht. Daher legte ich eine grรถssere Pause ein und las in meinem Campingstuhl.
Spรคter fuhr ich weiter und traf kurz nach 12 Uhr in Bellinzona ein. Einchecken im Hotel ist aber erst ab 15 Uhr mรถglich, daher folgte eine lรคngere Mittagspause an jenem Ort, wo ich bereits letzten Herbst auf der Minitour rastete. Nachdem ich das Buch fertiggelesen hatte, fuhr ich die identische Schleife wie letzten Herbst ab. Diese ging nach Arbedo, auf der anderen Talseite zurรผck nach Bellinzona, dort vom Bahnhof aus wieder auf die andere Seite zum Rastplatz, ein Stรผck zurรผck in Richtung Monte Ceneri / Locarno, und schlussendlich auf einem anderen Radweg durch die Altstadt und zum Bahnhof. Dort war ich kurz vor 15 Uhr angekommen, das Hotel ist gleich nebenan.
Fรผr morgen habe ich nun einen Plan ausgeknobelt, einen Teil des Tessins mit den รถffentlichen Verkehrsmitteln und ohne Fahrrad zu erkunden.


















