Sa 19.07.2025 | Borgonuovo – Agno

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Via

  • Chiavenna
  • Menaggio
  • Lugano

Infos

  • 93 km
  • 5:40 h
  • 6.0 l
  • Zelt
  • Camping Lugano Lake
  • CHF 37.30
  • .

Strava

Heute konnte ich erstmals ein trockenes Zelt einpacken. In Chur hatte es zwar auch nicht geregnet, aber die Luftfeuchtigkeit benetzte dort in der Nacht innen und aussen das Zelt.


Mit 7 Uhr 24 realisierte ich zudem den frühesten Etappenstart dieser Tour. Dabei ging es gleich auf dem Radweg weiter in Richtung Lago di Como. Gestern Nachmittag hatte ich den Radweg noch bewusst ignoriert, weil ich einfach nur noch zum Campingplatz rollen wollte und keine Lust auf Gegenanstiege hatte.


Den Lago die Como kenne ich von der letztjährigen Tour – nur fuhr ich damals dem Ostufer entang, heute dem Nordwestufer. Meistens nahm ich dabei den Radweg – und war froh, dass ich so früh dran war! Dieser folgte nämlich oft dem Ufer und war mit den Fussgängern zu teilen. Ich könnte mir vorstellen, dass da im späteren Tagesverlauf noch viel mehr Leute diesen Weg nutzen… Dafür war es auch ein ständiges Hin und Her und vorsichtiges Navigieren um blinde Kurven, so dass es später auf der Hauptstrasse grundsätzlich wieder schneller vorwärts ging. Dafür musste ich dort bei jedem Tunnel links abbiegen – über die durchgezogene Sicherheitslinie, aussen auf der alten Strasse um den Tunnel herumfahren und nach dem Tunnel wieder über die durchgezogene Sicherheitslinie auf die Strasse fahren. Bei diesen Manövern fragte ich mich manchmal schon, ob das Durchfahren der Tunnel mit dem Velo nicht ungefährlicher wäre…


Sei’s drum, schlussendlich erreichte ich Menaggio und nahm Kurs auf Lugano. Wie es so ist, wenn man von einem See wegfährt, ging es natürlich den Berg hoch. Nach den ersten Kehren bog der Radweg von der Strasse weg, und es war wieder ruhiger. Zudem erreichte ich bald einen Picknick-Bereich, wo ich die Mittagspause einlegte.


Als ich frisch gestärkt weiter auf dem Radweg den Berg hochfuhr, dachte ich, dass das aufgrund der Breite des Radwegs und der moderaten, gleichmässigen Steigung auch ein ehemaliges Bahntrassee sein könnte. Kaum fertiggedacht, erschien am Ende der Kurve ein früherer Bahntunnel, der nun für den Radweg genutzt wird… So war ich bald auf dem höchsten Punkt und auch die Abfahrt folgte meist der ehemaligen Bahnstrecke.


Als ich den Luganersee erreicht hatte, ging der Radweg wieder auf der Uferseite auf der alten Strasse von Dorf zu Dorf, während die Autos oft in Tunnels stecken. Erst an der Grenze „durfte“ ich auch in einen Tunnel – denn der italienische Zoll ist dort untergebracht. Auch der Schweizer Zöllner liess mich passieren, und nun gab es keinen separaten Radweg mehr. Dafür eine lange Steigung…


Nach der Steigung folgt meist eine Abfahrt, und das war hier nicht anders. So rollte ich in Lugano herein und wusste, dass es nun nochmals steil hochgehen wird – als ich letzten Herbst eine dreitätige Tour von Lugano aus unternommen hatte, startete ich mit diesem Anstieg. Auch heute kam ich da kräftig ins Schwitzen, bis ich auf der anderen Seite hinunter nach Agno fahren konnte. Dort noch kurz eingekauft – und als ich wieder aus der Migros kam, regnete es! Zum Glück nicht so fest, aber den Regenschutz habe ich trotzdem übergezogen.


So wurde mein Zelt heute doch noch nass, denn auch beim Einrichten meines Nachtlagers regnete es noch. Später zeigte sich noch die Sonne, so dass meine Sachen trotzdem noch trocknen konnten. Nun kann ich nur noch hoffen, dass der Flughafen Agno heute Nacht nicht in die Schlagzeilen kommt, denn die Flugzeuge sind über dem Campingplatz im Endanflug und befinden sich nur ein paar Meter über den Zelten.


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