Da ich gestern erst nach 18 Uhr mit dem Zelt aufstellen fertig war, konnten meine Kleider nach der anschliessenden Dusche nicht mehr trocknen – die Sonne war zu schnell weg. Daher nahm ich es heute Morgen etwas gemütlich, um mit der Morgensonne noch ein bisschen Feuchtigkeit aus der Wäsche zu bringen. Das Zelt habe ich auch diesbezüglich perfekt hingestellt, denn die ersten Sonnenstrahlen, welche es über die Baumwipfel schafften, trafen genau auf mein Zelt!
Ich radelte daher erst um 08.20 Uhr los. Gleich nachdem ich wieder Kontakt mit der Hauptstrasse hatte, bog ich wieder rechts ab. Ich sah dort Wegweise für einen Radweg sowie Hinweisschilder für eine alte Mühle. Da ich die Mühlen in Jajce verpasst hatte, wollte ich wenigstens die hier mitnehmen…
Von der Mühle war dann nicht mehr viel zu sehen – und auch der Fluss war wohl gerade dabei, neues Wasser zu holen… Ich fuhr auf dem Rad-/Wanderweg entlang der Schlucht der Korana weiter und kam zur alten Festung von Drežnik. Die Festung hat eine bewegte Zeit mit verschiedenen Besitzern (Türken, Habsburger) hinter sich, und derzeit ist der Hauptturm wieder hergestellt.
Ich folgte weiter dem Radweg, denn nun wurde eine Höhle ausgeschildert. Diese erreichte ich gegen 10 Uhr, die nächste Führung war um 10.40 Uhr. Also habe ich auf einem riesigen Liegestuhl noch ein Sonnenbad genommen. Währenddessen strömten weitere Besucher zur Anmeldung, so dass wir dann eine Gruppe von ca. 40 Personen waren.
Die obere Höhle von Barać kann auf den ersten 200 Meter besichtigt werden, voll mit Stalaktiten, Stalagniten und Stalagnaten. In der Höhle wurden auch Überreste eines 3 Meter grossen Bären aus der letzten Eiszeit gefunden, aber auch ein Soldat aus dem 1. oder 2. Weltkrieg fand den Ausgang nicht mehr. Dass man sich in dieser Höhle verirren kann, ist nicht weiter verwunderlich. Zuhinterst wurde absichtlich das künstliche Licht abgestellt, und wir genossen ein paar Sekunden die absolute Finsternis.
Wieder zurück beim Eingang war der Parkplatz nun rappelvoll, und ich machte Mittagsrast – schliesslich ging es bereits gegen 12 Uhr. Dabei überlegte ich mir die Optionen für den Nachmittag, und entschloss mich, wieder auf den Zeltplatz zurückzufahren und dann eine kleine Pause einzulegen.
Gesagt getan, ich wählte eine andere Route vom Radweg zurück, so dass ich nur auf den letzten 3 Kilometer Verkehr hatte, und bezog dann wieder denselben Spot wie letzte Nacht. Die Zeit nutzte ich dann gleich noch für Kleider waschen, bevor ich mir mögliche Routen für die nächsten Tage auf der Karte eruierte.


















