Sa 13.08.2016 | Bosanski Petrovac – Selište Drežničko

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Via

  • Bihac
  • Plitvička jezera Nationalpark

Infos

  • 101 km
  • 5:54 h
  • 5.00 l

Übernachtung

  • Zelt

Auch wenn ich gestern zum Schluss der Etappe 10 Kilometer hinunterfahren konnte, war ich doch immer noch auf etwa 700 Meter über Meer. Deshalb war heute Morgen trotz Sonnenschein wieder das Thermo-Unterhemd angesagt. Der Start war tendenziell bergab, nur nach etwa 20 Kilometer war nochmals eine Steigung angesagt. Laut Karte ging diese auf knapp 800 Meter hoch.

Auf der Weiterfahrt liess ich den Una-Nationalpark und den ausgeschilderten Wasserfall links liegen – 14 Kilometer hin und wahrscheinlich genauso viele wieder zurück wollte ich heute nicht in diese Sehenswürdigkeit investieren. Stattdessen folgte die schöne Abfahrt nach Bihac, liegt diese Stadt doch nur etwas über 200 Meter über Meer.

In der Stadt hatte es wesentlich mehr Verkehr als zuvor, aber das ist ja nichts aussergewöhnliches. Ich fuhr weiter zur Grenze nach Kroatien, und im letzten Dorf vor der Grenze – Izačić – legte ich in einem Restaurant noch eine Mittagspause ein. Ich hatte ja noch genug KM, die ich ausgeben konnte…

Die letzten 200 Meter auf Boden von Bosnien-Herzegowina musste ich mir ein bisschen erdulden, aber immerhin erwischte ich die schnellere der beiden Kolonnen an der Grenze! Das Auto mit Kennzeichen von Feldkirch, welches ich etwa bei Halbzeit der Wartezeit überholte (und zuvor hatte ich schon einige Fahrzeuge der anderen Kolonne hinter mir gelassen) überholte mich erst wieder nach etwas 3 Kilometern auf kroatischem Boden…

Es folgten dann wieder mehrere Kilometer bergauf, wobei ich dann einmal auch zurück- und hinunterblicken konnte auf die Strasse zur Grenzstation, der Grenzstation selbst sowie Izačić auf der anderen Seite der Grenze. Und vom Horizont kam ich heute Morgen her…

Oben angekommen, mündete die Strasse in eine Verbindung von Split nach Zagreb, wobei ich dann die Richtung der letztgenannten Ortschaft wählte. Da war ich schon im Plitvička jezera Nationalpark drin, auf den ich mich schon lange freute. Nun also bin ich im Land von Winnetou und Old Shatterhand!

Die Natur im Plitvička jezera Nationalpark ist gewaltig: dichte Wälder, kristallklares Wasser in allen Seen, tolle Wasserfälle, die in mehreren Stufen von See zu See hinunterstürzen. Leider wurde dies aber von der Infrastruktur überschattet, welche dem Besucherandrang überhaupt nicht gewachsen ist. Wie viele andere auch setzte ich mit einem Boot über den See von P1 zu P2. Da hielt sich die Wartezeit noch in Grenzen, denn zwei Boote haben eine Distanz von vielleicht 100 Meter zu überbrücken. Von P2 aus kann man aber mit anderen Booten noch weiter zu P3, welches deutlich weiter weg ist. Aufgrund der wartenden Kolonne schätzte ich da die Wartezeit auf mindestens 2 Stunden. Ich nahm daher den Wanderpfad den Seen und Wasserfällen hinauf zu S3, wo man mit einer Bahn (Unimog mit 2 Anhänger) wieder zurück zum Eingang gelangen kann. Der Wanderpfad verläuft aber die meiste Zeit über einen nur 1.50 Meter breiten Steg, so dass mit dem Gegenverkehr nur in Einerkolonne marschiert werden kann. Und da es keine Ausweichstellen hat und die Rastmöglichkeiten äusserst spärlich vorhanden sind, ist Stehenbleiben öfters angesagt. Denn wenn jemand anhält, um ein Foto zu schiessen, geht oft nichts mehr! Erst im obersten Teil hat sich das Gedränge aufgelockert. Ich lese immer wieder, dass für Machu Picchu eine tägliche Höchstzahl an Besucher gefordert wird – warum habe ich dies noch nie für den Plitvička jezera Nationalpark gehört?

Als ich wieder beim Eingang war – wo übrigens auch die Autos wie wild am Strassenrand entlang parkiert waren – stieg ich wieder aufs Velo und radelte die letzten Kilometer den Berg hinunter, bis ich den Korona Zeltplatz erreichte. Der ist riesig, und wie immer (wenn möglich) habe ich mir ein Plätzchen neben einem der WC-Häuschen ausgesucht, um mein Zelt aufzustellen.


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