Heute gab es zwei Fressorgien. Die erste gleich am morgen frรผh, wo ich mich am Frรผhstรผcksbuffet ausgiebig bediente. Omelette, Fisch, Aufschnitt, Mรผsli, Joghurt, Sรผssgebรคck… Dafรผr brauchte ich erst zum Mittagessen wieder ein Sandwich essen.
Ljubljana verliess ich auf Radwegen, bis dieser nach knapp 10 Kilometer beendet war. Danach schlug ich mich auf Seitenstrassen durch, da die Hauptstrasse sehr stark befahren wird. Warum nutzen die nicht die Autobahn?
In Skofja Loka drehte ich eine Ehrenrunde, denn bei der Kreuzung, die ich erreichte, waren nur Ortschaften angeschrieben, wohin ich gar nicht wollte. Vor lauter Ausweichen von der Hauptstrasse habe ich die Abzweigung Richtung Kranj verpasst…
Auch danach nahm ich permanent Seitenstrasse oder Radwege – und solch ein Radweg fรผhrte mich auch mal in ein Loch hinein, wo es auf der anderen Seite wieder mit 15 % Steilheit hinaufging. Oben angekommen, war wieder eine Ortschaft angeschrieben – und ein Blick auf die Karte zeigte, dass ich nicht mehr auf direktem Weg Richtung Jesenice bin. Aber nochmals da runter und auf der anderen Seite wieder hinauf wollte ich doch nicht auf mich nehmen, zumal ein Teil der weiterfรผhrenden Strecke auf meiner Karte als landschaftlich interessant eingestuft wird.
Also weiter nach Trลพiฤ, wo ich eben mein Sandwich ass. Danach folgte ein steiler Aufstieg, doch bald wurde es flacher und ging sogar wieder leicht den Berg hinunter – und dabei kam ich beinahe am Arsch der Welt vorbei: Die Ortschaft Hudi Backen hat dies nur um einen Buchstaben verfehlt…
Von Jesenice auf 570 Meter รผber Meer waren es noch 25 Kilometer bis Kranjska Gora auf einer Hรถhe von 810 Meter. Aber die Steigung war durchwegs gleichmรคssig und kaum zu spรผren – vor allem auf den letzten 15 Kilometer, welche ich auf einer Fahrrad-Schnellstrasse abseits der Hauptstrasse zurรผcklegte. Nur 6 Kilometer vor Kranjska Gora war nochmals eine Pause angesagt. Die dunklen Wolken wurden die Kilometer zuvor immer dichter, und dann begann es nicht einfach zu regnen, sondern wie aus Kรผbeln zu Giessen! Ich erreichte da gerade eine Stelle, wo der Radweg direkt neben einem kleinen Parkplatz an der Hauptstrasse entlangfรผhrt. Dort fuhr unter einen Baum, รถffnete die Packtasche, um Regenhose und Regenjacke auszupacken – und da รถffnete sich auf dem Parkplatz daneben die Tรผre eines Campers und ich wurde herein gewunken. Eine Familie aus Wรผrzburg hat auf dem Weg nach Sรผden eine Pause eingelegt. Und ich wurde ein wenig um meine Ruhe auf dem Fahrrad beneidet, wรคhrend sich andere den ganzen Tag das Gelaber von zwei kleinen Kindern antun… ๐
Als der Regen vorbei war, zog ich auch weiter und quartierte mich in Kranjska Gora in einem Hotel mit Blick aufs Gebirge und die Skipisten ein. Da gab es dann beim Nachtessen zur nรคchsten Fressorgie, denn am Buffet habe ich mir 5 Gรคnge gegรถnnt…


















