Morgens um 6 Uhr war blauer Himmel, wenig spรคter wurden die Bergspitzen von der Sonne erhellt – doch als ich gegen 8 Uhr startete, war der Himmel bewรถlkt. Und eine Stunde spรคter hatte ich Glรผck, dass ich nur ein paar Regentropfen erwischte.
Doch bevor es soweit war, nahm ich wieder Fahrt auf dem Radweg auf, fuhr bald am Weltcup-Zielhang vorbei und erreichte nach knapp 9 Kilometer die slowenisch-italienische Grenze. Als erste Handlung auf italienischem Boden habe ich mein Revier markiert, bevor ich gemรคchlich den Berg hinunterrollte.
Da der Radweg wie gestern nie steil war, hatte ich plรถtzlich einen Gedanken: bin ich etwa wieder mal auf einer stillgelegten Bahnstrecke unterwegs? Ab Tarvisio war das dann sicher der Fall, denn dort ist eine Fussgรคngerรผberfรผhrung mit der Aufhรคngung fรผr die elektrische Oberleitung stehengeblieben. Da hoffte ich doch, dass ich wieder mal durch einen Eisenbahntunnel fahren darf – und dieser Wunsch wurde mir bald erfรผllt, sogar mehrere Male bis Pontebba.
Was danach bis Resiutta folgte, war aber einfach fantastisch! Zwar musste ich zweimal krรคftig in die Pedale treten, um einerseits zurรผck auf die Bahntrasse zu kommen und andererseits einen eingestรผrzten Tunnel zu umfahren, und kurz danach das Fahrrad bei einer weiteren Umfahrung sogar eine Treppe hochschieben, aber dann: Tunnel reihte sich an Tunnel, eigentlich nur noch unterbrochen von Galerien und Viadukte – eine einzige Aneinanderreihung von Kunstbauten, รผber und durch die ich den Berg hinunterrollen konnte. Einfach nur zum Geniessen!
Am Bahnhof von Resiutta war dann leider Schluss mit dem Bahnradweg, aber offenbar sind sie dabei, die nรคchsten Kilometer fรผr Fahrrรคder tauglich zu machen. Ich folgte jedenfalls der Hauptstrasse mit breitem Seitenstreifen, bog Richtung Tolmezzo ab und legte auch diese letzten 12 Kilometer noch mit einem anstรคndigen Tempo zurรผck.
Kurz nach Anbruch der 2. Tageshรคlfte erreichte ich den Ort und quartierte mich zentral in einem Hotel ein. Danach ging ich gleich mal eine italienische Pizza essen, fand nach lรคngerem Herumlaufen etwas ausserhalb einen Supermarkt und machte es mir dann im Hotelzimmer gemรผtlich.


















