Di 16.08.2016 | Delnice – Ljubljana

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Via

  • Koฤevje

Infos

  • 104 km
  • 5:47 h
  • 6.00 l

รœbernachtung

  • Hotel

Bevor ich aufs Rad stieg, habe ich im Konzum gegenรผber noch eingekauft und meine Fresstasche gefรผllt. Schliesslich brauche ich nun keine Kuna mehr auf dieser Reise.

Dann ging es bei strahlend schรถnem Sonnenschein die 12 Kilometer bis zur Grenze hinunter – und dabei erlebte ich eine unerwartete Premiรจre auf dieser Tour: eine mit einem Lichtsignal geregelte Baustelle! Man stelle sich vor, man wรผrde mal รผber 700 Kilometer durch die Schweiz fahren, bis man zur ersten Baustelle kommt… Und dabei ist noch anzumerken, dass die Strassen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina durchwegs in einem sehr guten Zustand sind.

An der slowenischen Grenze war man sich dann nicht ganz einig, wie genau ich kontrolliert werden solle. Wรคhrend der Grenzwรคchter, welchen meinen Pass entgegennahm, darin blรคtterte, die vielen Stempel von Sรผdamerika sah und ihn dann genauer รผberprรผfen wollte, winkte die Beamtin am Lesegerรคt ab, so dass ich den Pass gleich wieder zurรผckbekam. Nun, auch bei einer genaueren รœberprรผfung hรคtte ich keine Probleme erwartet.

Auf der slowenischen Seite ging es wieder hinauf – und der Sonnenschein war weg. Stattdessen zogen immer dichtere Wolken auf, die Luftfeuchtigkeit nahm zu, so dass das Trikot wie ein nasser Sack an mir hing. Werde ich heute noch mit Regen „beglรผckt“?

Nach 40 Kilometer wurde es etwas flacher, und um die Mittagszeit lockerte auch die Wolkendecke wieder auf, so dass es zunehmend sonniger und wieder heisser wurde. Da habe ich dann mal wieder ein Mittagsschlรคfchen eingelegt…

Dass Velofahren in Slowenien einen anderen Stellenwert hat als in Kroatien und Bosnien-Herzegowina, war heute deutlich zu erkennen. Klar, als Velotourist ist man auf der ganzen Welt ein Exot – mit der Carretera Austral als wahrscheinlich einzige Ausnahme. Aber die letzte Woche war ich als Radfahrer generell ein Exot. Jedenfalls hatte ich bis zum Mittag bereits mehr Radfahrer gesehen als die ganze Woche zuvor.

Und in Ljubljana sind auch viele Radfahrer unterwegs – nur ist es gar nicht so einfach, mit dem Zweirad in die Stadt hineinzukommen! Etwa 8 Kilometer vor dem Zentrum musste ich einen Radweg neben der anderen Strassenseite nehmen – und 400 Meter weiter endete dieser Weg ohne weitere Beschilderung. Also da wieder etwa 3 Minuten am Lichtsignal warten, bis ich wieder auf die Hauptstrasse kann.

5 Kilometer spรคter wieder ein Radweg, wieder 3 Minuten an der Ampel warten, um geradeaus fahren zu kรถnnen, dort ein Verbotsschild zum Weiterfahren mit dem Hinweis, wieder die Strassenseite zu wechseln, also wieder 3 Minuten warten, dann รผber die Strasse, auf der anderen Seite darf man nur links abbiegen, und am nรคchsten Lichtsignal nur geradeaus – also ein U-Turn!!! Ich ignorierte den letzten Pfeil, bog rechts ab und fand via Quartierstrassen doch noch einen Weg ins Zentrum.

Nach dem Hotelbezug schlenderte ich noch durch die Innenstadt und kletterte zur Festung hoch. Dann spรผrte ich aber die Anstrengung und nahm den Weg zurรผck ins Hotelzimmer.


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