Mi 12.08.2026 | Galway – Doolin

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Via

  • Kinvarra
  • Carran
  • Lisdoonvarna

Infos

  • 87 km
  • 5:27 h
  • 4.50 l
  • Camping
  • RiversideCamping
  • EUR 15.00 (plus EUR 1.00 für die Dusche)

Strava

Der heutige Tag verlief nicht so ganz wie geplant – der Wetterbericht hatte nichts von Regen gemeldet, und trotzdem fuhr ich vier Stunden im Nassen…

Um 6.00 fegte ein kurzer Regenschauer über den Campingplatz, aber mit dem warmen Wind war das Zelt beim Abbau bereits wieder zu 95 % trocken. Kurz vor 8.00 Uhr fuhr ich los, dem Strand entlang ins Stadtzentrum von Galway. Die Idee, dort ein paar Fotos zu schiessen, habe ich rasch aufgegeben: nach zwei Kilometern begann es zu nieseln, und die Luft wurde immer dicker. So musste ich in volle Regenbekleidung wechseln, noch bevor ich die Stadt verlassen hatte – und danach regnete es zeitweilig wirklich stark, so dass das Wasser auf der Strasse stand. Immerhin: es regnete warm!

Zum Glück war der Radweg meist sehr gut beschildert, so dass ich das Handy in der Lenkertasche im Trockenen deponieren konnte. Als ich es aber trotzdem einmal zum Navigieren benötigten, schafften es die Regentropfen tatsächlich, die Strava-Aufzeichnung anzuhalten. Das dauerte sicher mehr als 20 Minuten, bis ich das bemerkte – nun ja, so sind halt 5-6 Kilometer weniger auf dem Zähler als ich effektiv gefahren bin.
In Kinvarra verliess der Radweg die Küste und es ging auf einem schmalen Strässchen mehrheitlich bergauf. Zunächst war nicht viel zu sehen – das Strässchen war in einem 5-7 Meter tiefen grünen Graben wo ich froh war, dass ich kein Auto kreuzen musste. Später war ich in einer Felswüste angelangt, wo ich zum Mittagessen endlich meine Regenbekleidung wieder ausziehen konnte – schon vorher in Kinvarra hatte ich Ärmel und Hosenbeine nach hinten gelitzt, um der Wärme etwas entgegenzuwirken.

Nach dem Mittagessen kamen die steilsten Rampen des Tages auf einen kleinen Pass, wo man einen Überblick über die von Gletschern geformten Kalksteine hatte. Auch nach Carran ging es in Wellen weiter – und plötzlich war da eine Sehenswürdigkeit direkt neben der Strasse. So habe ich den Dolmen von Poulnabrone besucht, der vor über 5’000 Jahren erbaut worden war.

Als ich wieder zurück beim Fahrrad war, begann es wieder zu regnen – also den Regenschutz wieder anziehen. Nun nahm ich aber eine Abkürzung auf einem anderen Fahrradweg nach Doolin. Auch dieser hatte immer wieder Gegensteigungen drin, und auch nachdem ich den Regenschutz wieder ausziehen konnte, blieb es dunkel. Die Sonnenfinsternis kommt erst am Abend, oder?

Schlussendlich ging es doch noch bergab und es wurde auch wieder spürbar wärmer. In Doolin fuhr ich gleich zum Riverside Camping, den ich mir vorgängig ausgesucht hatte. Dort habe ich ein Plätzchen direkt neben dem Eingang und als Nachbarn einen freundlichen Iren aus Cork, der mit seinem Motorrad unterwegs ist.


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