Vormittags ging es ganz flott voran, das Tempo war kaum mal unter 20 km/h!. Deshalb hatte ich bei der Mittagspause um 11 Uhr auch bereits 64 Kilometer zurückgelegt. In den folgenden 3 Stunden waren es dann nur noch 30 Kilometer…
Da zollte ich dem blauen Himmel seinen Tribut, und ich war froh, dass nach und nach Migros-Wolken aufzogen. Doch es ging eine Weile, bis diese sich vor die Sonne getrauten und ein bisschen Schatten spendeten. So legte ich mich dann alle paar Kilometer unter einen Baum – doch da hatte ich kaum Ruhe! Einmal musste ich vor einem Schwarm Stechmücken fliehen, nachdem ich ihre Vorhut ausgerottet hatte…
Bei Kilometer 105 erreichte ich dann die Einmündung der Ruta 147 – und ich bog nicht Richtung San Juan ab, sondern Richtung San Luis! Am Morgen wurde mir im Hotel ein Floh in den Ohr gesetzt, dass es im Parque Nacional Sierra de las Quijadas ganz nett sei und einen Campingplatz habe. Bei der Kreuzung war die Distanz zu diesem Nationalpark mit 10 Kilometern angegeben.
Es waren dann schlussendlich 17 Kilometer bis zum Campingplatz, davon die letzten 6 auf Schotter, und die muss ich morgen alle wieder zurückfahren. Aber ich werde diese zusätzlichen Kilometer kaum bereuen, denn hier kann ich meine Wasserflaschen wieder füllen und die folgenden 2 Tage aus dem Vollen schöpfen. Ich startete heute Morgen ja mit 17 Liter Wasser plus 1 Liter Fruchtsaft, welche ich sonst für die 3 Tage bis San Juan hätte rationieren müssen…
Zudem gab es im Nationalpark ja auch einiges zu sehen: Füchse, Pferde, Guanacos – und natürlich ein enger Canyon sowie verschiedene Kakteen. So übernachte ich nun auf dem einfach eingerichteten Zeltplatz, welchen ich mit einer Familie aus Paraná teile. Diese war früher hier und hat daher den einzigen schattigen Stellplatz ergattert, weshalb ich es mir zuerst auf der schattigen Bank bequem machte und erst später am Abend meinen Schlafplatz einrichtete…


















