Auf der Zeltwiese, die deutlich grösser als ein Fussballfeld war, blieb es gestern Nacht bei zwei Zelten. Heute startete ich mit dem Morgenprozedere früher als Stefan, so dass ich mich beim Losfahren aber noch von ihm verabschieden konnte.
Gleich zu Beginn war ein steiler Berg zu bezwingen, den ich gestern Nachmittag wohl nicht mehr ihn den Beinen gehabt hätte. Auf dem geteerten Abschnitt benutzte ich wieder die gesamte Strassenbreite, auf der Schotterpiste war es dann glücklicherweise nicht mehr so steil. Auch auf der anderen Seite wurde auf Schildern angegeben, dass es mit 13-15% steil bergab geht.
Nach diesem Auftakt waren bis kurz vor Schluss keine steilen Anstiege mehr zu bewältigen. Der Radweg folgte schön dem Ufer des Regens, der auch bei Kanuten sehr beliebt scheint. Und mit der zusätzlichen Windunterstützung hatte ich die 60 km bis Regensburg bereits um 11:30 Uhr zurückgelegt.
In Regensburg bog ich auf den Donau-Radweg ab, und da Flüsse nur abwärts fliessen, sollte es eigentlich nur noch bergauf gehen – theoretisch. Praktisch wird es aber nicht nur heute Abschnitte geben, bei denen ich erarbeitete Höhenmeter wieder zurückgegeben muss.
In Kelheim stärkte ich mich nochmals mit Fruchtsaft, aber die Kräfte gingen mir danach trotzdem aus. Die Donau zwängt sich hier durch eine enge Schlucht, in der der Radweg keinen Platz hat. Dieser führt daher oben drüber – und die Steigung ist da wirklich brutal! Unten konnte ich noch einen Blick auf ein Schild erhaschen, dass 100 Höhenmeter zu bewältigen seien. Die ersten ca. 40 sind noch auf einem Teersträsschen, aber dann ging es in eine noch steilere Naturstrasse hinein. Mit Schwung konnte ich auch da noch einige Höhenmeter bewältigen, doch dann war Schluss mit treten und Schieben angesagt. Zum Glück kamen mir auf diesem Abschnitt nicht so viele andere Radfahrer entgegen, denn es war zudem auch noch sehr schmal.
Bergab war der Weg etwas breiter, aber dann und wann auch nicht minder steil. Respekt an die holländische Familie, die da mit ihren beiden Kleinkindern die vollbepackten Räder von der anderen Seite wohl auch hochgeschoben haben!
Wieder zurück an der Donau habe ich wohl einen Wegweiser übersehen, denn ich befand mich plötzlich auf einer normalen Landstrasse. Diese wies aber nur ein sehr kleines Verkehrsaufkommen aus. Trotzdem wechselte ich nach ein paar Kilometern wieder rüber auf den Radweg und steuerte im Zick-Zack Bad Gögging entgegen. Auf der Fahrt nach Bad Gögging
Hier sind sie offenbar sehr stolz auf ihre römische Vergangenheit, denn nebst Therme sind auch viele Häuser mit römischen (Männer)-Namen angeschrieben. Die Ortschaften auf den Radwegschildern sind auch mit dem lateinischen Alphabet, aber glücklicherweise wie üblich in deutscher Sprache angeschrieben. So fand ich problemlos den Campingplatz gleich ausserhalb des Ortes.


















