Letzte Nacht regnete es, so dass ich das Zelt heute Morgen nass einpacken musste. Abgekรผhlt hat es zwar nicht, aber die Sonne konnte wegen den Wolken / Dunst nicht voll niederbrennen. Da es dafรผr dรผppig war, floss der Schweiss dennoch in Strรถmen…
Zuerst ging die heutige Etappe nach Zug, wo ich am Bahnhof ein zweites Frรผhstรผck einkaufte, danach galt es eine Streckenwahl zu treffen: Geplant hatte ich via รgerisee und Morgarten an den Zรผrichsee zu gelangen – mental und kรถrperlich fรผhlte ich mich aber nicht bereit, diese Herausforderung zu bestehen. So wรคhlte ich eine Route via Hirzel und ersparte mir so fast 300 Hรถhenmeter.
Auf dieser Strecke war ich froh, dass es die meiste Zeit einen (schmalen) Radweg gab, denn der Autoverkehr war ziemlich dicht. Zum Glรผck gab es nicht viele andere Velofahrer, die da hoch fuhren, denn zwischen Leitplanke und Strassenrand/Abgrund/2. Leitplanke gab es keinen Weg an mir vorbei!
Irgendwann war ich mal oben, und ich konnte nach Wรคdenswil hinunterrollen. Danach dem Zรผrichsee entlang – da hatte es deutlich weniger Verkehr als รผber den Hirzel – und nach einer Mittagspause รผber den Seedamm hinรผber nach Rapperswil.
In Rapperswil hatte ich den Eindruck, heute eigentlich schon genug geleistet zu haben, schaute auf der Karte nach – und es gibt tatsรคchlich auch hier einen Campingplatz. Also die paar Kilometer weg von der Route unter die Rรคder genommen, dort angekommen – und es gab gar nirgends eine Anmeldung! Ich schaute auf der Homepage nach, und musste da lesen, dass man vorgรคngig schriftlich reservieren muss…
Nun, mental fรผhlte ich mich nach diesem Abstecher dafรผr auf dem Velo wieder besser, und ich fuhr zurรผck zur Route und nahm die Steigung aus Rapperswil hinaus in Angriff. Da hatte ich irgendwie das Gefรผhl, dass der Radweg auf die hรถchsten Hรผgel hinaufgeht, die es dort gibt – und mitterweile brannte die Sonne erbarmungslos…
Als es doch mal wieder hinunter ging, wurde ein allgemeines Fahrverbot auf dem Radweg signalisiert und dass die Umleitung รผber eine bestimmte Strasse fรผhre. Tja, leider bin ich nicht von hier und kenne daher die Strassennamen nicht… Da das Fahrverbot an einer Weggabelung stand ging ich davon aus, dass es das andere Strรคsschen sein muss – natรผrlich war das nirgens angeschrieben. Die grundsรคtzliche Richtung stimmte jedenfalls. Ich kam so nach Gossau ZH – und dort war die Hauptstrasse mit einem generellen Fahrverbot belegt! Ich wollte nicht umkehren und wieder den Berg hochkraxeln, und behalf mich zuerst mit dem Fussweg. Doch auch dieser endete spรคter in einem Fussgรคngerverbot. Es fehlten mir aber nur noch etwa 100 Meter, um zur von mir gewรผnschten Abzweigung zu gelangen. So fuhr ich auf die einspurig befahrbare Strasse, was an diesem Sonntagnachmittag รผberrhaupt kein Problem war, und ich konnte doch noch in Richtung Greifensee fahren.
Am Greifensee liegt Maur mit seinen drei Campingplรคtzen. Diesen Ort hatte ich mir ursprรผnglich als Etappenziel vorgenommen. Leider waren alle Campingplรคtze vollstรคndig belegt, so dass ich auf booking.com eine Alternative suchen musste. Daher bin ich schlussendlich in Volketswil gelandet – es hรคtte zwar รbernachtungsmรถglichkeiten gegeben, die noch nรคher bei Maur sind, aber รผber CHF 500 wollte ich fรผr eine Nacht dann doch nicht ausgeben…


















