Nach einer ruhigen aber heissen Nacht verbrachte ich den heutigen Tag hauptsächlich in der Altstadt von Dubrovnik. Bevor ich aber den Bus dorthin nahm, legte ich im Supermarkt nebenan noch einen Zwischenstopp ein und kaufte einen Eistee. Der Laden hat ja heute Sonntag „nur“ von 7 bis 14 Uhr geöffnet, an allen anderen Tagen von 7 Uhr bis 21 Uhr. Solche Öffnungszeiten kennt man in der Schweiz eher von Tankstellenshops…
Bei der Altstadt kaufte ich gleich eine Eintages-Dubrovnik Card für 170 Kuna. Dieser Erwerb hat sich finanziell definitiv gelohnt, denn allein der Rundgang auf der Stadtmauer ist 120 Kuna wert. Bevor ich aber diese Attraktion besichtigte, hakte ich noch 3 andere von Total 9 möglichen Sehenswürdigkeiten ab, die mit der Dubrovnik Card ohne weitere Kosten besichtigt werden können.
Den Beginn machte ich mit dem Kulturhistorischen Museum im ehemaligen Regierungs- und Justizgebäude, wo ich unter anderem etwas über die politische Geschichte von Dubrovnik erfuhr. Und die Kellergewölbe wurden wohl eher zur Vollstreckung von Urteilen genutzt als zur Lagerung von Weinen oder Reifung von Käse…
Danach machte ich einen Spaziergang ausserhalb der Stadtmauer, gefolgt von einem weiteren Spaziergang innerhalb der Stadtmauer. Als es zu tröpfeln begann, kam ich zufälligerweise gerade beim Ethnographischen Museum vorbei. Mehr als die alten Werkzeuge beeindruckten mich dort mehr die alten Silos, die im Boden eingelassen sind und früher die Bevölkerung bei Belagerung mit Nahrung versorgten.
Da der Regen eher zu- denn abgenommen hatte, steuerte ich anschliessend das ehemalige Franziskanerkloster an, welches früher auch eine Apotheke beherbergte. Danach war Zeit zum Mittagessen, so dass ich den weiteren Regen mit einer Pizza überbrücken konnte. Und als ich damit fertig war, zeigte sich die Sonne wieder!
So ging ich auf zum Rundgang auf der Stadtmauer, welcher einmal rings um die Altstadt führt, zwar immer oben auf der Mauer, aber viele Treppenstufen hinauf und wieder hinunter führt. Und mit der Sonne und der Luftfeuchtigkeit war dies wahrlich eine schweisstreibende knapp 2stündige (inklusive Anstehen beim Eintritt) Angelegenheit.
Unten wieder angekommen, belohnte ich mich mit einem Eis und wartete bei einem der Eingänge zur Altstadt, bis es 15 Uhr war. Dort war nämlich der Treffpunkt für das Hauptereignis des heutigen Tages – und der Grund, warum ich die Fahrradtour dieses Jahr überhaupt in Dubrovnik starte.
Die Hochzeit von Josipa und Andreas war rundherum eine gelungene Angelegenheit, inklusive Trauung in der Ignacius-Kirche, Rundfahrt im Boot, Apéro und Essen. Und da ich mit der Dubrovnik-Card auch noch 24 Stunden freien Transport mit den öffentlichen Verkehrsmitteln habe, kam ich auch problem- und kostenlos wieder zurück zur Unterkunft. So schreibe ich denn weit nach Mitternacht diese Zeilen, bevor ich mir noch ein paar Stunden Schlaf vor dem „reellen“ Tour-Start gönnen werde…


















