Nach dem grossen Gewitter gestern Abend war heute morgen nur noch Laub am Boden zu sehen – und natรผrlich die aufsteigenden Nebelwolken in der Ferne, sobald die Temperatur ansteigt.
Die Temperatur stieg auch bei mir rasch an, als ich den Anstieg Richtung Habkern in Angriff nahm – und mit der hohen Luftfeuchtigkeit hing das Trikot sowieso wie ein nasser Sack an meinem Kรถrper. Gestartet auf knapp 600 Meter รผber Meer, stieg die Strasse wieder unglaublich steil an, um den Ortskern von Habkern auf 1’050 Metern zu erreichen. Von dort aus ging es weiter bergauf, nun zur auf einer Hรถhe von 1’450 Metern gelegenen Lombachalp.
Von dort aus ging es etwas weniger steil weiter, bis das Teerstrรคsschen durch die Moorlandschaft um die 1’600 Meter-Hรถhenlinie mรคanderte. Es folgte dann auch mal die Abfahrt, und der Untergrund ging zunรคchst in Schotter รผber. Spรคter schaute ich mich um, ob ich eine Abzweigung verpasst hatte – doch die entgegenkommenden Biker waren ein deutliches Anzeichen dass ich noch auf dem richtigen Weg war. Dieser ging nรคmlich zunehmend in einen schlimmeren Zustand รผber, bis schliesslich nur noch schieben – und das bergab – mรถglich war. Das muss ein sehr alter Weg sein, denn beim Bau war das Rad wohl kaum schon erfunden worden…
Nach diesen wenigen Hundert Meter Fussmarsch kam wieder besserer Untergrund, so dass ich wieder Richtung Kemmeriboden rollen konnte. Dann bog ich aber bei der nรคchsten Gelegenheit rechts ab, und fand mich bald wieder auf der nรคchsten steilen Schotterstrasse – diesmal aber bergauf. An den Wasserbรผffeln vorbei konnte ich noch in die Pedale treten, doch dann musste ich doch nochmals etwas 300 Meter bergauf schieben. Danach ging es gleich wieder runter, um auf der anderen Bergflanke wieder weiter anzusteigen.
Als der Anstieg wieder etwas flacher wurde, konnte ich das Tempo wieder etwas erhรถhen und die Wanderer vor mir doch noch ein- und รผberholen. Es ging weiter auf einer angenehm zu fahrenden Schotterstrasse bergauf, bis ich das Salwideli bei Sรถrenberg erreichte. Von dort aus ging es wieder auf Asphalt weiter – und ich hatte eine weitere abenteuerliche Bergquerung in meinem Palmares…
Nun ging es auf der Haupstrasse weiter talwรคrts, wobei mir auch unzรคhlige Mofa-Fahrer entgegenkamen. Offenbar fรผhrt ein Energy-Drink-Hersteller ein Alpenbrevet durch, welches viele Teilnehmer fand.
Endlich war die letzte Abfahrt in Richtung Wolhusen erreicht, wo ich den Bahnhof ansteuerte und diese abenteuerliche Tour durch die Schweiz beendete.


















