Sa 13.07.2024 | La Thuile – Lago di Viverone

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Via

  • Courmayeur
  • Aosta
  • Fénis
  • Ivrea

Infos

  • 131 km
  • 6:30 h
  • 6.00 l
  • Zelt
  • Camping Plain Soleil Piverone
  • EUR 17.00

Strava

Am Frühstücksbuffet, das ab 07.30 Uhr geöffnet war, schlug ich zu: Eine grosse Portion Rührei mit Speck und Konfitüre, eine Schüssel Müesli mit Joghurt und zwei Brötchen mit Butter und Konfitüre. Dazu noch ein Multivitaminsaft und eine heisse Schoggi. So ass ich bis zur Pizza am Abend nur noch ein selbstgemachtes Salamisandwich, einen Energieriegel und einen Apfel.


Das Wetter war heute wieder herrlich, aber höhenbedingt (1’441m) noch kühl. Daher startete ich mit Thermounterhemd, dem „normalen“ Hemd und der Jacke. Ist das etwa zuviel, denn vor dem Hotel im Sonnenschein gibt das doch ganz schön warm! Nun, schon von meinem Zimmer aus konnte ich sehen, dass es nach wenigen Metern in einen Tunnel geht – und danach lag die Strecke im Schatten. Fast wäre ich noch um Handschuhe froh gewesen!


Die Berge waren aber irrsinnig klar zu sehen, und kurz nach Courmayeur gab es auch einen tollen Blick auf den Mont Blanc. Mich zog es aber heute nicht zu den Berggipfeln hoch, sondern das Aostatal hinunter. Bis Aosta war ich die meiste Zeit auf der Hauptstrasse, nur einmal fand ich ein Stück Radweg – und dieses hatte es in sich, da gab es eine knackige Steigung mit mehr als 20 % zu bewältigen!


In Aosta selbst gab es auch Radwege – aber wo führen die hin? Ich liess mir daher mitten in der Stadt von MAPS.ME einen Vorschlag anzeigen, um auf meine ursprünglich geplante Route zurückzufinden. Nach diesen zwei Kilometern quer durch die Stadt fand sich dort ein Super-Radweg weiter das Tal hinunter.


Leider war dieser Radweg nur teilweise befahrbar und grösstenteils gesperrt. Auch im Aostatal hatte es in den letzten Wochen Unwetter gegeben. Der Radweg folgt dem Fluss (Dora Altea), und dieser hat seine Spuren in Form von Schlamm hinterlassen. Der war noch ganz weich und daher vorsichtig zu durchfahren, um die Traktion nicht zu verlieren. Vor Fénis war dann der Radweg gesperrt, so dass ich mir eine Alternative suchte. Dies gab mir dann zwar einen schönen Blick auf das dortige Castello, aber die Strasse führte immer weiter hoch. Erst nach etlichen weiteren Höhenmetern stellte ich fest, dass die von mir angepeilte Strasse zurück auf den Radweg, keine Strasse ist, sondern ein Bach. Karten sollte man halt schon lesen können… Ich befand mich da aber auch an einer Kreuzung, die wieder hinunter zum Radweg führt, und folgte diesem zurück auf meine Route. Zwei Kilometer später dann der Schock: Mitten im Nirgendwo steht ein Fahrverbotsschild! Da müsste ich mindesten 5 Kilometer wieder zurückradeln, um auf einer Alternative weiterzukommen. Ich sah aber Fahrradspuren und weiter vorne zwei Biker (die sich später als Bikerinnen herausstellten), und so versuchte ich mich auch auf dieser Passage. Einiges dieser ca. 2 km war problemlos fahrbar, aber die Schlammlöcher waren tiefer und länger, so dass sie mir mit meinem schweren Velo alles abverlangten. Zudem war auf einer Länge von ca. 30 Metern der Veloweg komplett weggerissen, glücklicherweise gab es daneben eine Wiese. Am Ende dieses Teilstücks befand sich ein Rastplatz, wo ich mein Mittagessen-Sandwich einnahm. Dieser ist (leider) auch mit dem Auto erreichbar, und ich suchte das Weite, als die Gruppe mit dem Ghetto-Blaster sich breitmachte.


Wenige Meter später kam eine Kreuzung, die Weiterfahrt auf dem Radweg war wieder verboten. So steuerte ich auf die Hauptstrasse und folgte dieser auf dem restlichen Weg durch das Aostatal.


Das Aostatal wollte mich aber noch ein wenig behalten: Es kam immer stärkerer Gegenwind auf. Manchmal hatte ich in bergab-Passagen die gleichen Gänge drin wie vorgestern auf dem Weg zum Kleinen St. Bernard…


Auch diese Phase war einmal vorbei – zwischendurch legte ich auch ein Nickerchen ein – und ich fuhr Ivrea entgegen und durch diese Stadt hindurch. Nun gab es nur noch ein Ziel: den wenige Kilometer entfernten Lago di Viverone erreichen. Hier verbringe ich nun die Nacht auf dem Campingplatz auf dem Seeufer.


Vom Campingplatz in Nantua bis zu diesem hier hatte ich drei Etappen geplant. Tatsächlich habe ich ihn auch nach drei Tagen erreicht – nur habe zwei längere Etappen gefahren und dazwischen einen Regen-Ruhetag eingelegt…


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