Sa 09.03.2013 | Lausen – Mendoza

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Via

  • Zรผrich
  • Madrid
  • Santiago de Chile

Infos

  • 0 km
  • 0:00 h
  • 0.00 l

รœbernachtung

  • Flugzeug (09.03.)
  • Casa (10.03.)

Kurz vor 15 Uhr fand die Reise ihren Anfang. Zuerst das ganze Gepรคck die wenigen Meter zur Bushaltestelle schleppen, dann zum Bahnhof, um mit dem Zug an den Flughafen Zรผrich zu kommen. Dort wurde ich zuerst negativ vom Liftsystem รผberrascht: Erst mit dem 3. Lift kam ich zu „meinem“ Check-in Schalter – und vor jedem Lift musste man zuerst einmal anstehen…

Dafรผr waren die Wege ab dem Check-in umso weniger kompliziert. Das Iberia-Bรผro, wo ich mein Fahrrad als Spezialgepรคck bezahlen musste (CHF 94), war gleich um die Ecke, dann nochmals zurรผck zum Check-in mit der Quittung, und das Fรถrderband fรผr das Spezialgepรคck war auch gleich auf der anderen Seite. Und da ich mehr als 2 Stunden vor Abflug eincheckte, musste ich da auch nirgends anstehen.

Allerdings hatte ich beim Wรคgen vom Gepรคck einen Schreckensmoment mit kurzer Hektik – Das Fahrrad war zu schwer! Beim Tragen schรคtzte ich das Gewicht auf die รผblichen 26, 27 Kilo (mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und Ersatzteile), doch die Waage zeigte 33.6 kg an. Also รถffnete ich den Karton nochmals und verlagerte das รœbergewicht von 1.6 kg ins normale Gepรคck, welches ja nur 14 kg auf die Waage brachte.

Die Flรผge nach Mendoza via Madrid und Santiago de Chile verliefen dann problemlos, und ich habe da auch mindestens 9 Stunden geschlafen. Dabei konnte ich auch mal wieder auf mein Franzรถsisch-Repertoire zurรผckgreifen, da die Sitznachbarin aus Nantes ihren Sohn in Valparaรญso besuchte. Als ich im Flughafen von Mendoza ausstieg (wo es mit knapp 30 Grad gegenรผber den letzten Tagen eher „kรผhl“ ist…), konnte ich dann auch gleich meinen Karton auf dem Gepรคckkarren entdecken. Puh, dieser Teil der Ausrรผstung hat es also auch nach Mendoza geschafft!

Das erregte dann aber am Zoll Aufmerksamkeit. In Argentinien dรผrfen offenbar nur Waren und Gegenstรคnde bis zu einem Gegenwert von USD 300 eingefรผhrt werden, auf dem Rest ist ein Zoll von 50% fรคllig. Der Zollbeamte kam da in einer ersten Schรคtzung auf USD 800 – 900 an Zollkosten – das brachte mich dann doch leicht ins Schwitzen! Aufgrund von meinen Beteuerungen, dass ich die gesamte Ausrรผstung in 3 Wochen wieder mitnehmen werde, erhielt ich nun eine Spezialregelung: Ich musste keinen Zoll bezahlen, muss dafรผr aber bei der Ausreise mein Fahrrad wieder dem Zoll zur Bestรคtigung zeigen. Mein Pass ist entsprechend mit einer Ausreisesperre registriert. Jetzt hoffe ich noch mehr, dass ich nicht beklaut werde…

Am Taxistand vor dem Flughafen wurde mir ein Van organisiert, womit ich dann rasch vor meiner Unterkunft (Hotel Aristides) stand. Dieses stellte sich nicht als „echtes“ Hotel heraus, sondern als Privatwohnung, wo ich dann auch gleich noch zum Essen eingeladen wurde. So war ich dann nach 27 Stunden von Tรผr zu Tรผr angekommen und kommunizierte mit Laura, einem anderen Gast, in jener Sprache, die neben Englisch weltweit wohl am weitesten verbreitet anzutreffen ist: Schweizerdeutsch!

Nach dem Essen setzte ich mein Velo wieder zusammen und konnte erfreut feststellen, dass es den Transport unbeschรคdigt รผberstanden hat. Danach vertrat ich mir die Fรผsse auf den Strassen von Mendoza. Da heute Sonntag ist, waren die meisten Geschรคfte natรผrlich geschlossen. Aber der Carrefour hatte offen, so dass ich mich mit meinem Bedarf an Nahrungsmitteln eindecken konnte.

Allerdings gab es an der Kasse Probleme. Die Kreditkarte wurde abgewiesen. Argentinische Pesos hatte ich noch keine. Und die 55 Dollar konnte ich nicht exakt bezahlen. Ich erhielt dann Hilfe aus der Schlange, da infolge der grassierenden Inflation in Argentinien eine Frau froh war, ihre Pesos in Dollars tauschen zu kรถnnen. Und so habe ich nun auch einen Vorrat an Argentinischen Pesos in meinem Portemonnaie.

Leider musste ich bereits feststellen, dass ich etwas vergessen habe: den Pin-Code vom Handy! Den hatte ich die letzten Monate nicht benรถtigt und war in den 3 Versuchen nicht mehr zu reproduzieren. Da der PUK-Code zu Hause ist, habe ich nun also 3 Wochen absolute Ruhe und bin nur noch per Mail zu erreichen…

Morgen ist noch ein Stopp bei einem Freizeitgeschรคft angesagt, um das Gas fรผr meinen Kocher zu erwerben, und dann kann es richtig losgehen!


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