War das heute ein mental schwieriger Tag! Die Route jagte mich ständig irgend einen Berg hoch, und wenn ich dachte, danach kommt endlich die langersehnte grosse Abfahrt, kam der nächste Anstieg, der mich auf ein noch höheres Niveau brachte!
Viel zu sehen gab es meistens auch nicht, da es oft durch den Wald ging – und nicht mal das brachte mir immer Schatten…
Auf den ersten 90 Minuten hatte ich zudem keinen motorisierten Verkehr, einzig eine Fussgängerin – die wohl unteregs zu ihren Kühen war – traf ich an. Gut, als es da mit über 30% Gefälle einen Waldweg / Geröllpiste hinunterging, war ich froh, dass ich diesen Abschnitt mit niemandem teilen musste…
Nach über 50 Kilometern, welche dem dabei überquerten Fluss Dolore alle Ehre machten, konnte ich dann auf dem Col de Balance doch noch ein Gipfelfoto machen. Nun ging es mehrheitlich bergab, doch von Gegenanstiegen war ich wiederum nicht gefeit. Ganz übel war dies in Saint-Fluor, als ich eigentlich dem Bach entlang ins Tal hätte rollen können, wäre die Strasse nicht gesperrt gewesen. Also musste ich auch dort noch einen Berg erklimmen und bekam mit der Wärme deutlich zu spüren, dass ich mittlerweile schon weit unten im Tal war.
In Courpière legte ich daher eine längere Pause ein und prüfte meine Optionen. Eigentlich war es nicht mehr weit bis zum vorgesehenen Campingplatz – aber dieser lag über 400 Meter höher als mein Standort. Und mit dem angegebenen Höhenprofil wären da locker noch mindestens weitere 100 Meter dazugekommen – heute einfach nicht mehr machbar! Ich fand dann eine Alternative in Thiers, wo der Höhenunterschied „nur“ 88 Meter war. Nun gilt es morgen die Route soweit zu optimieren, dass ich wieder im Zeitplan sein werde.
Immerhin gibt es auch noch positives zu vermelden: Am Ruhetag vom Samstag machte ich eine mehrstündige Fehlbelastung, was ich gestern morgen zu spüren begann. Heute morgen war es dann ganz schlimm, so dass es eine Weile ging, bis ich mich angezogen hatte. Nun kann ich mich aber praktisch wieder ganz normal bewegen.


















