Mo 22.08.2011 | Molina di Ledro – Dimaro

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Via

  • Storo
  • Tione die Trento
  • Pinzolo
  • Madonna di Campiglio

Infos

  • 101 km
  • 7:01 h
  • 8.00 l

Übernachtung

  • Zelt

Zum ersten Mal seit dem Lago di Viverone musste ich heute Morgen das Zelt nass einpacken. Es war zwar auch heiss diese Nacht, doch erstmals seit Tagen netzte ein Tau den Boden – und somit auch mein Zelt…

Nun bin ich also auch auf den „richtigen“ Strassen in den Bergen angekommen! Zuerst ging es noch lieblich den Lago die Ledro entlang, dann sanft hinauf auf dem Radweg zur ersten Bergwertung des Tages auf 764 Metern. Es folgte eine rasante Abfahrt nach Storo, welches auf knapp 400 Metern liegt. Nun ging es wieder bergauf, wobei ich wiederum den Radweg nahm. Dieser war zwar meistens geteert, aber glich fast einer Achterbahn; es ging steil bergauf, wieder hinunter, links, rechts um eine Ecke, zwischendurch wieder in die Gegenrichtung das Tal hinunter… Allerdings war der Radweg abseits der Strasse sehr ruhig und oft auch schattig mit vielen Rastplätzen, welche ich gottlob nicht in Anspruch nehmen musste!

Bei Kilometer 45, 22 Kilometer nach Storo, erreichte ich dann auf einer Höhe von 816 Metern den Kulminationspunkt. Knapp dahinter war ein Brunnen, wo ich meine Wasserflaschen wieder auffüllte. Dabei kam ich ins Gespräch mit 3 deutschen Bikern, die sich dort bereits labten. Aufgrund ihrer Frage, wie weit es denn noch hochgehe, konnte ich schliessen, dass nun definitiv die Abfahrt folgt. Ich antwortete dann mit „200 Meter“, wonach sie mich ungläubig anstarrten. „Weiten- oder Höhenmeter?“ Ich zeigte ihnen dann mit meinem Finger die Kuppe…

Ich vernichtete dann etwas mehr als 200 Höhenmeter auf der Abfahrt nach Tione di Trento und nahm da wiederum den Radweg bis Pinzolo. Dieser war auch sehr schön angelegt und führte auf direkterem Weg durchs Tal als jener vorhin. Bis 3 Kilometer nach Pinzolo (770m) war die Steigung auch noch moderat – aber dann… 10 Kilometer sind’s ab da noch bis Madonna di Campiglio, und die haben es in sich! Und das erst recht bei dieser Hitze! Immerhin ist nach jedem Kilometer ein Schild aufgestellt, welches die Restdistanz anzeigt – ein sehr sehr langsamer Countdown…

Dafür wurde ich aber mit vielen herrlichen Ausblicken auf die Dolomiten verwöhnt. Zwischendurch hielt ich alle paar Meter an, um ein Foto zu schiessen. Man weiss ja nie, ob die Strasse nicht plötzlich abdreht und die Sicht auf diese senkrechten Felswände versperrt wird!

Kurz vor Madonna die Camiglio (1522 Meter) wurde es wieder ein bisschen flacher, und ich konnte mit viel Tempo in den Ort einfahren. Dann noch durch die Fussgängerzone, und mit viel Schwung und Kraft eine gepflasterte Rampe hoch. Aber diesen kurzen Moment musste ich dann wieder büssen… Es waren immer noch über 150 steile Höhenmeter bis zur Passhöhe, die ich nun noch irgendwie hochmurksen musste…

Aber dann konnte ich mich doch noch über 15 Kilometer Abfahrt freuen, und als die Autokolonne vor mir 2 Cars eingeholt hatte, verweigerte ich ihr niedriges Tempodiktat und hielt an – und absolut zufällig (wirklich, das hatte ich nicht gesehen!!!) war da gerade ein Lebensmittelshop. Also kurz einkaufen, und dann wieder zu Tale stürzen…

Unten angekommen, radelte ich gleich zum Campingplatz von Dimalo auf knapp 800 Metern. Von da aus werde ich morgen den nächsten Gipfelsturm in Angriff nehmen.

Den Tag beschloss ich mit der beinahe schon obligaten Pizza Romana. Werde ich da bis Ende Woche das Dutzend noch voll machen?


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