– Wasser –
Wasser hat in den Niederlanden eine enorme Bedeutung. Nicht nur, dass dieser Staat an der Nordsee liegt. Oder dass ein Viertel der Landesflรคche unter dem Meeresspiegel liegt und mit Deichen abgesichert wird. Oder dass viele Flรผsse und Kanรคle das Land durchziehen.
Nein, es kann hier auch regnen. Und das bekam ich heute zu spรผren.
Nach dem Gewitter gestern Abend blieb es bis heute morgen um 6 Uhr ruhig. Dann prasselte ein kleiner Schauer รผber das Zelt, so dass ich dann 100 Minuten spรคter mein mobiles Schlafzimmer tropfnass einpackte. Um 8 Uhr fuhr ich dann auch mit neuer Bekleidung los, da von gestern noch alles feucht war.
Immerhin trรถpfelte es dann zunรคchst nur ganz leicht oder es war stellenweise ganz trocken, als ich der Ijssel weiter folgte. Arnhem liess ich dann links liegen und war รผberrascht, als ich schon bei der Fรคhre von Millingen a/d Rijn ankam. Hier galt es, die Waal zu รผberqueren, welche aus dem Rhein hervorgeht.
Beim Warten auf die Fรคhre kam wieder leichter Regen auf. Da aber die Feuchte zu gering und die Temperatur zu warm war, verzichtete ich darauf, den Regenschutz auszupacken.
So fuhr ich auf der anderen Seite der Waal die 20 Kilometer bis Nijmegen. Da wurde aber klar, dass ein Hotel in Nijmegen fรผr heute die Endstation sein musste. Der Regen wurde immer stรคrker, und bald war ich nass bis auf die Knochen. Zudem war ja das Zelt immer noch nass, und auch die gestrigen Kleider sollten mal trocknen – und auch die Fahrradschuhe, die heute durchnรคsst wurden.
So beendete ich die Etappe in Nijmegen zur Mittagszeit im erstbesten Hotel und konnte am Nachmittag vom 7. Stock auf den Bahnhofplatz blicken, wie dieser immer wieder natรผrlich bewรคssert wurde. Erst am Abend wagte ich mich nach draussen und machte vom Regenschutz Gebrauch, als ich in eine Pizzeria ging.
So hoffe ich, dass ab morgen wieder schรถnes Wetter herrscht!


















