– 30’000 km & 3’000 km –
Wo war ich mit meinem Tourenrad nicht schon รผberall: Vom Polarkreis รผber die Alpen und die Anden bis ans Ende der Welt in Ushuaia, durch die Pampa, am Mittelmeer…
Und was habe ich mit meinem Tourenrad nicht schon alles erlebt! Davon zeugen die Berichte auf dieser Homepage. Die bisher tollste gemeinsame Tagesetappe war sicherlich im Dezember 2008, wo wir morgens in Puerto Natales/Chile losfuhren und an die 100 Kilometer auf Schotter zurรผcklegten, stรคndig mit dem markanten Massiv vom Torres del Paine-Nationalpark vor den Augen, vorbei an tiefblauen und tรผrkisfarbenen Seen.
Natรผrlich gab es auch weniger schรถne Momente, so wie die Fahrt im Regen gestern. Oder wenn Rahmenbruch, Speichenbruch, Nabenflanschbruch, Pedalbruch, Gepรคcktrรคgerschraubenverlust oder auch einfach ein Platten die Weiterfahrt unterbrach.
Dennoch machten wir immer weiter, so dass es heute zu einem Jubilรคum kam: 30’000 gemeinsam zurรผckgelegte Kilometer! So weit habe ich es noch mit keinem anderen Zweirad gebracht.
Und am Ende der Etappe gab es gleich noch einen weiteren Meilenstein zu feiern: den 3’000. Kilometer, den ich dieses Jahr mit einem Fahrrad zurรผckgelegt habe.
Um diese Marken zu erreichen, fuhr ich um 8 Uhr in Nijmegen los. Nachdem es nachts noch weiter geregnet hatte, blieb es heute trocken und die Sonne machte sich immer stรคrker bemerkbar.
Die ersten beiden Fรคhrpassagen liess ich heute aus. Innert 4 Kilometer รผberzusetzen und dann wieder zurรผckzukommen, wenn auch geradeaus ein Radweg existiert, hielt ich dann doch ma(a)sslos รผbertrieben. Und im Laufe des Tages warteten ja noch 3 weitere Abenteuer mit Fรคhren auf mich…
Bei der letzten Fรคhrpassage hatte ich ein unglaubliches Timing: Ich konnte gerade als letztes Fahrzeug draufrollen, und dann wurde die Schranke geschlossen. Zum Glรผck habe ich mich vorher nicht lรคnger im Supermarkt aufgehalten, als ich 3 Liter Fruchtsaft, 1 Liter Joghurt-Drink und 0.5 Liter Cola erwarb…
Zuvor hatte ich in Venlo noch Orientierungsschwierigkeiten: Ich folge ja seit Zwolle den Schildern LF3a. „a“ bedeutet dabei eine Fahrtrichtung, wรคhrend die Gegenrichtung jeweils mit „b“ bezeichnet wird (also von hier nach Zwolle mรผsste ich den Schildern LF3b folgen). Ja, und dann hatte ich eben in Venlo das Phรคnomen, dass unter dem Schild LF3a gleich auch LF3b stand. OK, vielleicht gibt es da fรผr ein paar Meter Alternativrouten in beide Richtungen, dachte ich mir, aber ein paar hundert Meter spรคter, wo ich die selbe Situation antraf, wurde mir das dann doch ungeheuer! Und wenn ich eben auf die Rรผckseite der Schilder schaue, ist da die identische Situation: LF3b und LF3a werden da angegeben. Wollen die mich da im Kreis herumfรผhren? Zum Glรผck gibt es ja auf den Radwegen noch das nummerierte Knotenpunktsystem, so dass ich wenigstens von dieser Seite Gewissheit hatte, in die richtige Richtung unterwegs zu sein. Bei der nรคchsten Signalisation waren wieder beide Schilder da, aber da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Da steht ja gar nicht LF3b, sondern LF13b!
Roermond hatte aus meiner Sicht einen etwas skurrilen Verlauf vom Radweg, um in die Stadt zu kommen. Aber auch mit einer Fahrt durch das Industriegebiet kann man versuchen, in bleibender Erinnerung zu bleiben…
Nachdem ich das Stadtzentrum durchfahren und die vielen Pfadfinder umfahren hatte, machte ich es mir auf einem Campingplatz auf der anderen Seite der Maas gemรผtlich und verbrachte die Zeit mit ein paar Hรคschen – ein Schelm, wer dabei nicht an Tiere denkt!


















