Bei sternenklarem Himmel kann es in der Nacht kรผhl werden – besonders, wenn man auf einer Hรถhe von รผber 1800m im Zelt รผbernachtet! Daher musste ich auch erstmals seit langem wieder den Schlafsack schliessen und nicht nur als Decke benutzen.
Auch am Morgen war es noch รคusserst frisch, weshalb ich ausschlief und erst um 07:30 Uhr mit dem Morgenessen begann. Nach der Monsteretappe gestern ist fรผr heute ja eh ein halber Ruhetag mit „nur“ einer Bergwertung vorgesehen…
Diese startete ich dann um 9 Uhr mit langen Hosen und Jacke, da es zuerst noch 25 Kilometer ins Tal hinunterging. Doch bereits auf den letzten Kilometer der Abfahrt waren wieder kurze Kleider angesagt, als die Temperatur es zuliess.
Nach etwas mehr als einer Stunde erreichte ich Guillestre, und das Herzstรผck der heutigen Etappe erwartete mich: 19 Kilometer Anstieg mit 1100 Hรถhenmeter hinauf zum Col de Vars. Und das ging gleich heftig los, die ersten Kilometer hatten durchwegs eine Durchschnittssteigung zwischen 7.9% und 9.6%! Im Kopf rechnete ich dann immer die verbleibende Durchschnittssteigung aus, und diese wurde immer flacher… Erst als es dann in den Ortsteilen von Vars flach wurde, stieg diese Berechnung wieder markant an…
Wie gestern beim Col d’Izoard gab es kurz vor dem Gipfel ein „Refuge Napolรฉon“. Ob der zu seiner Zeit hier in den Bergen seine Sommerferien verbrachte? ๐
Jedenfalls รผberwand ich auch noch die letzten Kilometer und Hรถhenmeter, aber ich spรผrte die Anstrengungen von gestern doch noch in den Beinen. So fuhr ich nach der รberquerung vom Col de Vars noch hinunter zum Campingplatz von Jausiers, wo ich gegen halb drei Uhr einrollte. Hier bin ich nun am Fusse vom nรคchsten Giganten: der Cime de la Bonette mit einer Hรถhe von 2’802m!


















