Mi 24.06.2026 | Obernai – Gondrexange

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Via

  • Molsheim
  • Saverne
  • Arzviller
  • Sarrebourg
  • Hesse

Infos

  • 99 km
  • 6:47 h
  • 8.00 l
  • Zelt (im Freien)
  • Camping Les Mouettes
  • EUR 12.73

Strava

Um 6 Uhr war ich zur Abfahrt bereit und damit nochmals 20 Minuten frรผher als tags zuvor. Das ist wohl der frรผheste Etappenstart seit Dezember 2008, als ich einmal dem Wind zuvorkommen wollte und tags darauf eine Fรคhrpassage nicht verpassen wollte. In diesen Tagen geht es jedoch darum, die etwas „kรผhleren“ Morgenstunden auszunutzen und am Nachmittag, wenn die frรผhsommerliche Hitzewelle mit Temperaturen bis 38 Grad Celsius am intensivsten wirkt, viele Ruhepausen einzulegen. Es wird auf dieser Tour aber sicher noch genรผgend nasse und kalte Tage gebenโ€ฆ

Zuerst ging es flach nach Molsheim, meinem gestrigen verkรผrzten Etappenziel. Ich brauchte heute Morgen knapp mehr als eine Stunde fรผr diese Strecke – gestern hรคtte ich wohl mindestens doppelt so lange gebraucht! Anschliessend ging es meist auf einer stillgelegten Bahnstrecke bis Saverne. Von dort aus gab es zwei Streckenvariante: Die „originale“ Eurovelo-Route und die „alternative“ direkte Route, die ich zur Reduktion von 1’600 km in den ersten drei Monaten der Tour geplant habe. Schon weit vor Saverne entschied ich mich aber fรผr die Original-Route, da die andere Route mehr Hรถhenmeter aufweist und camping- und verpflegungstechnisch durch Niemandsland fรผhrt.

Also folgte ich ab Saverne dem Marne-Rhein-Kanal, den ich schon von meiner Fahrt 2019 nach Paris kenne. Von damals wusste ich auch, dass es bei Arzviller einen brutalen Anstieg gibt, der fรผr mich heute nicht fahrbar sein wird. Also ging ich beim Anblick der Rampe nicht in den tiefroten Bereich, sondern stieg sehr rasch vom Rad und schob dieses hoch. Komischerweise hatte ich das Gefรผhl, dass der Berg vor sieben Jahren viel hรถher war als heuteโ€ฆ

Auf der anderen Seite ging es schรถn gemรคchlich wieder hinunter und ich machte einen kleinen Abstecher nach Sarrebourg, um im Supermarkt Flรผssigkeiten nachtanken zu kรถnnen. Zudem habe ich heute Morgen den Boden der Sirupflasche erreicht, so dass da Nachschub fรผr den morgigen Tag her muss!

Die hรผgelige Fahrt ging weiter bis zum Campingplatz in Gondrexchange, ein stรคndiges, ermรผdendes Auf und Ab. Vermutlich wรคre es einfacher gewesen, in Hesse knapp 2 Kilometer zurรผckzufahren und wieder dem Kanal zu folgen – fรผr den Navigationsfehler und den Entscheid, nach Vorne zu blicken, musste ich entsprechend teuer mit vielen Schweisstropfen bezahlen!

Entsprechend kam ich um 17 Uhr erschรถpft am Campingplatz an, und ich legte mich einmal mehr in den Schatten. Auch nach der Dusche hatte ich keine Lust, bei dieser Hitze das Zelt aufzubauen. Die Nachbarn in ihrem Bus werden auch sรคmtliche Tรผren und Fenster offenhalten, das Radlerpรคrchen ein paar Meter weiter begnรผgt sich auch mit dem durchsichtigen Innenzelt. So verbringe ich auf diesem ruhigen Platz wieder eine Nacht im Freien.


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