Hach, wie schรถn kann doch Fahrradfahren sein, wenn man im Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen und mit Rรผckenwind unterwegs ist! Allerdings scheine ich einen Regenmagnet dabei zu haben, ich hatte heute aber dreimal Glรผck mit dem Nass von oben und benรถtigte den Regenschutz nicht!
Gestern Abend hatte ich noch einen Schreckmoment: Ich erhielt die Push-Meldung einer Abbuchung von meiner Debit-Karte. Dabei habe ich seit dem Fรคhrticket eine Stunde zuvor gar nichts mehr eingekauft โ und schon gar nicht in polnischer Wรคhrung! Daher war ich noch eine Weile beschรคftigt, die Karte zu sperren. Zum Glรผck habe ich noch zwei Kreditkarten als Backup dabei!
Cork verliess ich heute Morgen auf einem Greenway, einer ehemaligen Eisenbahnstrecke. Nach einer รคusserst kurzen Fรคhrpassage ging es fรผr ein paar Kilometer auf โnormalenโ Strassen weiter, bis ich in Middleton zum nรคchsten Greenway kam; nun ging es bis kurz vor Youghal flach und praktisch geradeaus mit Rรผckenwind daher, so dass ich fรผr diese 23 km/h kaum mehr als eine Stunde Fahrzeit benรถtigte. Etwas langsamer war die Durchfahrt von Youghal, denn durch den ganzen Ort hindurch gab es einen Stau.
Nach Youghal macht die Radroute einen Abstecher auf die Berge hinauf, doch diesen liess ich links liegen und fuhr auf der Hauptstrasse weiter. Ein paar Kilometer weiter hatte ich dann dafรผr zuerst Probleme, wieder auf die Route zurรผckzukommen โ die Strasse sollten sich doch kreuzen und ich entsprechend rechts abbiegen, ich sah jedoch nirgends eine Strasse rechts weggehenโฆ Nach einem Wendemanรถver fand ich doch noch die Lรถsung: ich muss auf der anderen Seite die Strasse verlassen, die Radroute geht in einem Tunnel unten durch!
Danach folgte der landschaftlich schรถnste Teil der Etappe: Auf kleinen Strรคsschen ohne Verkehr prรคsentierte sich immer wieder die Kรผste der Keltischen See von ihrer besten Seite. Allerdings sah ich gegen 14.00 Uhr, wie sich eine dunkle Wolke in meinem Rรผcken aufbaut โ und schon begann es zu trรถpfeln! Glรผcklicherweise zog der Schauer an mir vorbei, so dass es bei den wenigen Tropfen blieb.
Als ich spรคter nach Ring eine lรคngere Steigung im Gegenwind hinauffuhr, sah ich, wie es auf der anderen Seite der Bucht รผber Dungarvan immer stรคrker regnet. Da meine Route durch Dungarvan fรผhrt, hoffte ich, dass ich es noch trocken bis auf den hรถchsten Punkt des Anstiegs schaffe, um dort eine Pause einzulegen und das Ende des Regens abzuwarten โ zeitlich bin ich ja gut unterwegs. Wenige Meter vor dem Kulminationspunkt begann es aber auch bei mir leicht zu regnen โ und ich fand bei der Einzweigung in die Abfahrt ein regengeschรผtztes Plรคtzchen im Gebรผsch, unter einem Baum und hinter Verkehrsschildern. So wartete ich dort 15-20 Minuten, bis die Strasse wieder etwas abgetrocknet war und รผber Dungarvan wieder die Sonne schien.
In Dungarvan ging ich noch rasch einkaufen โ und als ich wieder rauskam, gab es den nรคchsten Platzregen. So ass ich unter dem Vordach zwei der erworbenen Apfeltaschen. Danach ging es auf die letzten Kilometer zum Campingplatz, wobei ich mich ans Hinterrad von Shana klemmte โ rechts und hinter uns regnete es, und mit dem Rรผckenwind gab sie ein Tempo vor, dem ich gerade noch folgen konnte (sie hatte kein Gepรคck dabei und hat ein paar Kilometer erfolglos versucht, mich abzuschรผttelnโฆ). Sie fuhr noch 10 Minuten weiter auf dem Greenway bis nach Hause, wรคhrend ich zum Campingplatz am Clonea Beach abbog und das Zelt im Trockenen aufbauen konnte โ der Regen hat mich nicht mehr erwischt!


















