Mi 18.07.2007 | Frederikshavn – Oslo

,

Via

  • Fähre

Infos

  • 9 km
  • 0:44 h
  • 3.00 l

Übernachtung

  • Jugendherberge

Die Fähre nach Oslo legt um 10:00 Uhr ab, spätestens eine Stunde vorher muss man sich eingecheckt haben. Deshalb fuhr ich irgendwann nach 8 Uhr los, so dass ich um halb neun beim Hafen war. Aber siehe da: Da war schon eine riesige Autoschlange! Rasch ging es aber vorwärts, und dann konnte ich vom Velofahrer-Bonus profitieren. Während die Autofahrer nämlich warten müssen, dürfen die Fahrräder und Fussgänger zuerst auf die Fähre! So band ich mein Velo am vorgesehenen Platz im Schiffsrumpf fest, stieg in den Lift und liess mich auf Deck 7 hochbringen. Dort sicherte ich mir dann einen Sitzplatz am Heck. Dann kamen mehr und mehr Leute, besetzten die anderen Tische, schnappten sich die Plastikstühle, standen herum – oder zogen weiter, um sich irgendwo sonst einen Sitzplatz zu ergattern. Dann, als die Fähre ablegte, leerte sich aber erstaunlicherweise der Platz. Haben die nicht gewusst, dass sie sich am Heck befinden? Wobei ich persönlich diese Position bevorzuge, da er vom Fahrtwind geschützt ist.

Den ganzen Morgen über studierte ich dann meine Skandinavien-Karte. Die Route durch Norwegen / Schweden hatte ich ja vorgängig nicht festgelegt, da ich dies abhängig von meinem Formstand und dem Wetter machen wollte. Dabei stand eine Fahrt zu den Fjorden genauso zur Auswahl wie ein längerer Aufenthalt im Zentrum Norwegens oder in Schweden. Festgelegt war nur, dass ich am 3. August in Kopenhagen sein muss, damit ich mit dem Zug wieder nach Hause komme.

Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich dann dazu, in Norwegen bis Lillehammer hochzufahren, und dann die meiste Zeit in Südschweden zu verbringen. Einerseits erscheint mir die Wettersituation an der Westküste Norwegens zuwenig stabil (und da braucht es schönes Wetter, damit es auch vollends Spass macht), andererseits entspricht die gewählte Route eher meinem derzeitigen physischen Leistungsvermögen.

Um 12 Uhr ging ich dann ins Restaurant auf dem selben Deck, wobei meine dänischen Tischnachbarn am Heck mir anerboten haben, mir den Platz freizuhalten und auf meine Tasche aufzupassen. Das Mittagessen hatte ich bereits bei der Reservierung über das Internet bestellt, und das hat sich wahrlich ausbezahlt. Während ich 15 Euros bezahlte, kostete es auf der Fähre selbst etwa das Doppelte! Das Mittagessen war dann aber eine Wucht: Es hatte mehrere Buffets, an denen man sich bedienen konnte. Es hatte alles vom Salat über Fisch in verschiedenen Variationen, Speck, Kartoffeln, Nudeln, usw. bis zu einer grossen Dessertauswahl. Und auch das Mineralwasser war bereits im Preis inbegriffen! Hemmungslos habe ich zugelangt und mich satt gegessen, musste dann aber auf das Dessertbuffet verzichten – es ging einfach nichts mehr rein…

Bis gegen 3 Uhr nachmittags verbrachte ich den Tag noch draussen. Dann frischte die See dermassen auf, dass ich einen Platz im Inneren des Schiffes bevorzugte. Dort schaute ich dann das Ende der heutigen Etappe der Tour de France.

In Oslo konnte ich dann von meiner letzten Skandinavien-Reise profitieren. Die vor 8 Jahren erhaltene Velokarte habe ich wieder mitgenommen, und konnte so ohne grössere Umwege zur Jugendherberge fahren. Infolge grösseren Umbauarbeiten in der Innerstadt hätte ich sonst kaum den Weg so rasch gefunden…

Auf dem Weg zur JH habe dann noch die Postkarten eingeworfen, die ich auf der Fähre geschrieben hatte. Dabei war es noch ziemlich schwierig, den Briefkasten zu finden. Als ich nämlich das Fahrrad eine Strasse entlang schob (die Bauarbeiten machten manchmal ein Fahrradfahren unmöglich), sah ich an einer Wand ein Postzeichen. Im Gebäude selbst war dann allerdings ein Shoppingcenter – von der Post nichts mehr angeschrieben. Das Nachfragen hat ergeben, dass sich die Poststelle im Untergeschoss befinden würde. Also fuhr ich mit der Rolltreppe nach unten, aber auch da sah ich nichts – bis ich direkt davor stand. Die Poststelle bestand nur aus einer kleinen Wand, in die man die Briefe einwerfen und Briefmarken kaufen konnte…

Die Jugendherberge befand sich majestätisch auf einem Hügel, zu dessen Füssen die Ringstrasse um Oslo herumführt. Dennoch hörte man in der JH selbst aber nichts vom Verkehr. Allerdings musste ich die letzten Meter das Fahrrad schieben, weil die Strasse einfach zu steil war. Das Zimmer teilte ich dann mit einem Spanier aus Malaga, der seine Ferien in Oslo und Bergen verbringt, sowie einem Italiener, der auch ein paar Tage in Oslo verweilen wird.


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