Fr 14.08.2026 | Doolin – Kilkee

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Via

  • Lahinch
  • Milltown
  • Doonbeg
  • Kilkee Cliffs

Infos

  • 90 km
  • 5:02 h
  • 5.00 l
  • Bed & Breakfast
  • Lynch’s B&B
  • EUR 87.00

Strava

Tja, der Wetterbericht lag heute wieder falsch: Zweimal musste ich den Regenschutz anziehen, obwohl kein Regen angekündigt worden war. Immerhin drehte der Wind im Verlauf des Tages von West auf Nord, so dass ich zunehmend Rückenwind verspüren konnte.

Gestern Abend und in der Nacht hatte es nur ganz leicht genieselt, das Zelt war heute Morgen wieder zu über 90 % trocken. Als ich etwas vor 07.30 Uhr vom Zeltplatz rollte, ging es gleich bergauf – das hatte ich auch erwartet, denn schliesslich geht es in Richtung der Cliffs of Moher! Ich musste allerdings nicht ganz auf den höchsten Punkt der Klippen, aber gestartet auf praktisch Meereshöhe (15m) fand ich mich nach 6 Kilometern in einer Höhe von 160 Metern wieder. Auf den vom Radweg benutzten Nebenstrassen folgte die Abfahrt nach Lahinch, wo ich direkt den SPAR anfuhr. Salate gab es dort keine, abgepackte Sandwiches auch nicht. Aber es gab eine Theke, wo man sich Sandwiches zubereiten lassen konnte, und so fuhr ich mit einem warmen Panini-Sandwich und Kartoffelsalat, den es bei dieser Theke auch gab, weiter.

Nachdem der Radweg noch in der Ortschaft wieder von der Hauptstrasse abgebogen und von der Küste weggeführt hatte, fragte ich mich im Aufstieg immer mehr, ob ich auf der Hauptstrasse hätte bleiben sollen, um so auf flacherem Gelände nach Milltown zu gelangen. Die Beine hatten heute Kraft und mit der frisch geschmierten Kette konnte ich auch die steilsten Anstiege erklimmen. Allerdings sah ich, wie von der Küste Wassermassen ins Land hineinziehen, so dass ich bald den Regenschutz anziehen musste.

In Milltown steuerte ich den Londis an, wo ich die Lebensmittelvorräte nochmals auffüllte. Am Etappenziel gibt es zwar auch einen Supermarkt gemäss Karte, aber der scheint nicht allzu gross zu sein – also sicherheitshalber schon mal genug einkaufen. Auf dem Parkplatz gab es noch eine gedeckte Sitzmöglichkeit, wo ich um 10.00 Uhr das noch warme Sandwich von Lahnich verzehrte; so konnte ich anschliessend wieder ohne Regenschutz weiterfahren – aber eine Stunde später war dieser nochmals nötig, da der nächste Schauer über mir niederging.

Nach Doonbeg konnte ich den Regenschutz wieder ausziehen; der Radweg war zuvor ein paar Kilometer auf einer Hauptstrasse und ging in Doonbeg wieder davon weg – nur war die Hauptstrasse auch gesperrt und der Verkehr über diese Seitenstrasse umgeleitet. Entsprechend wurde es auf dieser einspurigen Strecke manchmal etwas eng. Ich musste mich allerdings nicht allzu lange um den Verkehr kümmern, denn der Radweg benutzte bald Wege, die nochmals eine Stufe tiefer waren; diese waren zwar auch durchwegs asphaltiert, aber das eine oder andere Mal auch komplett von plattgewalztem Kuhmist bedeckt. Immerhin war da der Untergrund wieder trocken, so dass der Mist nicht aufspritzte…
Als etwas nach 12 Uhr die Sonne zwischen den Wolken hervorlugte, legte ich meine Mittagspause ein. Das Schläfchen im Campingstuhl fiel etwas kürzer aus als sonst, da die Sonne wieder verschwand und der kühle Wind schwarze Wolken heranbrachte. Von weiteren Tropfen blieb ich glücklicherweise verschont!

Am Etappenziel Kilkee traf ich bereits etwas nach 13.30 Uhr ein. Ursprünglich wollte ich nach der Durchfahrt von Kilkee dem Radweg weiter folgen, die Halbinsel umrunden und schlussendlich die wenigen Kilometer zurück nach Kilkee fahren. Das wären noch etwas mehr als 50 Kilometer gewesen. Mit dem unerwarteten Regen hatte ich allerdings die Lust daran verloren und dachte mir, das ich im reservierten B&B-Zimmer ja auch wieder mal meine Sachen waschen könnte.

So fuhr ich nur noch eine kurze Zusatzschleife von knapp 20 Kilometern – aber die hatten landschaftlich auch etwas zu bieten! Auch in Kilkee gibt es hohe Steilklippen zu erkunden, und so war ich zeitweise auch zu Fuss unterwegs. Die Steilklippen gehen vermutlich bis ans Ende der Halbinsel – aber der Schwenk zurück nach Kilkee kam für mich zur richtigen Zeit; diese Klippen sind fantastisch, aber mit der Zeit hat man das auch mal gesehen. Aber trotzdem: Vielleicht gäbe es in der Lobisei noch Tourismus-Potenzial?

Zurück in Kilkee stellte sich der Mace-Supermarkt tatsächlich als bescheiden heraus, aber ein Sandwich, ein Joghurt, 2l 7up und einen Liter Apfelsaft habe ich trotzdem ergattert. Danach ins B&B, an dem ich schon bei der ersten Durchfahrt von Kilkee vorbeigefahren bin, und ab unter die Dusche mit Wäsche waschen. Anschliessend folgte fast der schwierigste Teil des Tages: Die Planung der morgigen Tagesetappe! Schlussendlich habe ich eine machbare Route gefunden, und der Pitch für morgen Nacht ist auch schon reserviert. So muss ich sicher keine Angst haben, dass es nach einem langen Tag auf dem Campingplatz keinen Platz haben wird. Jetzt gilt es noch zu hoffen, dass wenigstens morgen der Wetterbericht etwas akkurater ist…


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