Fr 12.08.2011 | Airolo – Agno

,

Via

  • Faido
  • Bellinzona
  • Monte Ceneri

Infos

  • 107 km
  • 5:16 h
  • 3.50 l

รœbernachtung

  • Zelt

Heute Morgen nahm ich also den Zug nach Airolo. Schliesslich soll es am Sonntag auf der Alpensรผdseite regnen, also sollte ich dann da schon weg sein…

Die Strecke kannte ich grรถsstenteils schon, bin ich doch schon letzten Herbst von Airolo nach Tenero gefahren. Und genau das war heute auch mein Ziel, als ich mich nach 3 Stunden im Zug um 11 Uhr aufs Rad setzte. Als ich Bellinzona aber bereits um 15 Uhr erreicht hatte, kamen plรถtzlich neue Gedanken auf. Warum nicht Tenero links (bzw. rechts…) liegen lassen und รผber den Monte Ceneri nach Agno fahren?

Aber eben. Das sind zwar nur ein paar wenige Kilometer mehr. Aber was fรผr welche… Nach dem Debakel im Erzgebirge hatte ich schon ein flaues Gefรผhl im Magen, wenn ich an den Monte Ceneri dachte. Aber was solls: Sollte ich nicht hochkommen, kann ich ja immer noch nach Tenero rollen…

So rollte ich an den Fuss vom Monte Ceneri, und bald kam auch die Hinweistafel fรผr die Radfahrer ins Blickfeld: 340 m Steigung auf den nรคchsten 6 Kilometern. Der Einstieg war ziemlich steil, weil der Radweg eine Abkรผrzung nimmt. Aber dann gings bald auf der Hauptstrasse weiter, wo ich rasch den Tritt fand. Hey, ich kann ja doch noch bergauf fahren! Natรผrlich pochte der Puls hรถher als normal. Und natรผrlich hing das Shirt bald wie ein nasser Sack an mir, weil ich schwitzte wie ein Eisbรคr in der Sahara. Aber das ist ja schliesslich auch der Monte Ceneri!!! Es machte richtig Spass, hochzufahren, und das Gefรผhl auf der Passhรถhe war unbeschreiblich. Jaaaaaa, geschafft! Und das erst noch in neuer persรถnlicher Bestzeit (OK, es war meine erste รœberquerung vom Monte Ceneri…).

Auch auf der anderen Seite runter folgte ich dem Radweg, und einmal versagte dann auch meine Intuition, bei Weggabelungen ohne Schild den richtigen Weg zu wรคhlen. Aber schliesslich war das auch gemein. Da kam ich auf einem geteerten Strรคsschen gefahren, und geradeaus weiter folgte ein schmaler Feldweg (Tor 1). Da war ein gelbes Schild auf italienisch angebracht, wo ich soviel verstand wie „Betreten auf eigene Gefahr“. Das kanns ja kaum sein. Also รผber die kurze Brรผcke auf die andere Seite vom Bach – und da standen wieder 2 Wege zur Auswahl. Ich wรคhlte dann jenen ganz links (Tor 3) entlang der Autobahn, doch nach 500 Metern endete dieser auf einem Privatgrundstรผck. Also zurรผck und ab durch Tor 2. wo dann nach 1.5 Kilometern Endstation war. Also nochmals zurรผck – aber ist denn Tor 1 auch wirklich kein Zonk? Oder muss ich dann nochmals ca. 5 Kilometer zurรผck, wo ich letztmals eine Mรถglichkeit zum Abzweigen hatte? Nun, es kamen mir dann 2 Velofahrer entgegen, die nicht versuchten, mich aufzuhalten oder verschmitzt lรคchelten, weil ich auch in die Sackgasse fuhr. Und als ich dann schlussendlich weit vorne ein Auto stehen sah, wusste ich, dass ich da vorwรคrts wieder rauskomme! Schlussendlich doch noch Glรผck gehabt…


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