PROVISORISCH
Wie vom Wetterbericht vorhergesagt hat es praktisch die ganze Nacht entweder geregnet oder genieselt – natรผrlich hรถrte das aber nicht um 8.00 Uhr auf! Gegen 9.00 Uhr begann mein Zelt doch noch abzutrocknen – und dann fegte der nรคchste Regenschauer รผber den Campingplatz… Danach machte ich mich aber langsam bereit, und als ich das Zelt um 10.00 Uhr einpackte, war es zu รผber 80 % trocken – und ich konnte sogar das Solarpanel gleich montieren, da sich ein Hauch von Sonne zeigte!
Der Radweg ging zunรคchst steil bergab und wieder bergauf – nach einer halben Stunde hatte ich gerade einmal 5 Kilometer zurรผckgelegt. In Mary Tavy verliess der Radweg die schmalen Strรคsschen und es ging auf einer technischen Passage weiter, nรคmlich einem Schotterpfad. Zum Glรผck konnte ich in einer Bergaufpassage wieder anfahren und musste nicht schieben, nachdem meine rechte Vorderradtasche am Bord angehรคngt hatte und ich steckenblieb – wegen der hineinwachsenden Hecke auf der linken Seite war die fahrbare Spur sehr knapp bemessen fรผr ein Tourenrad!
In Tavistock verbrachte ich eine Weile: Zuerst ging ich in einen Outdoor-Shop und fragte, ob sie einen Imprรคgnierspray fรผr Zelte haben – es dauert mittlerweile etwas lรคnger, bis mein Zelt wieder trocken wird. Das hatten sie tatsรคchlich, und aufgrund des Saisonendes gab es erst noch 50 % Rabatt. Anschliessend legte ich in einem Park die Mittagspause ein, und zum Schluss besuchte ich noch den Tesco und kaufte wieder viele Lebensmittel ein; so habe ich nun weniger als 10 GBP an Bargeld รผbrig.
Ab Tavistock ging es nochmals auf einer stillgelegten Bahnstrecke weiter, und dieser Drake’s Trail ging bis vor die Tore von Plymouth. Es war dabei aber ein Gebirge zu รผberwinden, weshalb es zunรคchst bergauf ging. Und auch wenn es auf einem Eisenbahntrassee nicht so steil ist, spรผrt man das nach ein paar Kilometern trotzdem. Aber ich hatte das Gefรผhl, dass das eBiker-Pรคrchen, das mich oben auf der Hochebene eingeholt hat, mehr leiden musste als ich…
Wie erwรคhnt ging es zunรคchst auf einer Hochebene weiter, bevor die mehrere Kilometer lange Abfahrt kam, die ich gemรคchlich hinunterrollte und die Laubbรคume bestaunte, welche diesen Einschnitt in ihren Lebensraum wieder zurรผckerobern wollen.
Bevor ich in Plymouth einfuhr, legte ich ab 15.00 Uhr noch eine einstรผndige Pause ein. Danach fuhr ich der Kรผste entlang in die Stadt, wo ich auf der Hoe Promenade auf den รrmelkanal hinabblickte und die nรคchste Pause einlegte. Hier warte ich nun, bis ich mich so gegen 19.30 Uhr auf die letzten 2 Kilometer auf englischem Boden mache und zur Fรคhre fahre – in der Hoffnung, dass es bis dann nicht zu regnen beginnt! Und so nutze ich die Zeit, schon mal die Erlebnisse des heutigen Tages niederzuschreiben.



















