Kurz nach dem Sonnenuntergang kam ein Sturm auf, welcher fรผr ein paar Stunden wรผtete. Das Zelt hielt selbstverstรคndlich auch das aus, aber ich schloss bald die Apsis – soviel Frischluft muss ja nicht sein…
Als ich am Morgen aufwachte, war ich รผberrascht: es ist ja schon 7 Uhr! Das ist auch die Uhrzeit, wo ich heute das Frรผhstรผck einnehmen wollte. Danach packte ich meine Sachen, brach das Zelt ab und verfolgte den Sonnenaufgang.
Trotz der respektablen Hรถhe war es bereits warm genug, nur mit kurzer Bekleidung auf das Rad zu steigen. So fuhr ich zurรผck auf die Strasse und nahm die verbleibenden 17 Kilometer anstieg in Angriff. Oben angekommen, war dann auch gleich die Provinzgrenze zwischen San Juan und Mendoza – und das Ende vom Asphaltband. Nun „durfte“ ich „endlich“ auf Ripio fahren…
Die ersten Handvoll Kilometer ging es noch einigermassen gut voran, doch dann wurde es flacher und der Untergrund zum Wellblech. Fรผr ein paar Kilometer musste ich so jeweils die beste Spur fรผr die nรคchsten paar Meter suchen. Aber auch diese Phase ging vorรผber, die Piste wieder etwas besser und ich konnte wieder mehr die fantastische Landschaft geniessen. Zu meinem Leidwesen war das Verkehrsaufkommen auf diesem Abschnitt aber erheblich dichter als zuvor, und so wurde ich regelmรคssig von oben bis unten eingestรคubt…
Nach 3 Dutzend Kilometern wurde ich dann wieder รผberrascht – 2009 hat man von Uspallata bis hierher die Strasse zurechtgemacht. Und so rollte ich plรถtzlich mehr als doppelt so schnell als ich zuvor mit mรผhsamem Strampeln zustande brachte. So war ich doch noch schneller in Uspallata als gedacht und nahm mir fรผr die nรคchsten beiden Nรคchte ein Hotelzimmer.


















