– Ardennen –
Die Ardennen, welche Südbelgien, einen Teil von Frankreich sowie Luxemburg durchziehen und bis zu 700 Meter hoch sind, sind ein mehr oder weniger bekanntes hügeliges Gebirge. Geschichtsinteressierte wissen natürlich darüber Bescheid, dass hier in beiden Weltkriegen etwas los war. Motorsportinteressierte denken natürlich an Spa-Francorchamps, wo jeweils im Herbst ein Formel 1-Lauf stattfindet. Und bei Radsportfreunden leuchten die Augen beim Begriff „Lüttich-Bastogne-Lüttich“.
Bei mir haben aber heute nicht die Augen geleuchtet. Die waren teilweise wohl eher glasig – es war ein sehr anstrengender Tag! Bei wiederum heissem Wetter – wobei ich befürchte, dass es wohl bald mal regnen wird – fuhr ich zuerst weiter durch das Tal der Ourthe, an dessen Ufern ausgedehnte Neophytenfelder blühen.
Aber dann, ab Comblain-au-Pont, war ich so richtig tief in den Ardennen drin – und es kam eine Steigung um die nächste. Und wenn die Hauptstrasse flach einem Fluss entlang geht, führt der Radweg sicherlich in einer steilen Rampe davon weg und kommt mehr oder weniger später wieder auf das selbe Niveau zurück! So hatte ich tatsächlich das Gefühl, auf einer Ardennenachterbahn unterwegs zu sein!
Natürlich ist es angenehm, wenn man die Strasse für sich alleine hat. Aber wenn man in den Anstiegen so stark schwitzt, dass der Lenker vor Schweiss tropft und man kaum noch Grip zum Schalten findet, dann ist das doch weniger erfreulich. Und auf einem kaum 50 Zentimeter breit abgesteckten Pfad durch Schlammlöcher und über eine Wiese zu holpern, bereitet mir da auch nicht allzu viel Spass.
Aber dennoch habe ich heute ein paar Kilometer zurückgelegt. Aufgrund der Anstrengungen rollte ich aber bereits gegen 15 Uhr auf einen Campingplatz bei La-Roche-en-Ardenne. Nun darf ich ja bereits die Luxemburg-Karte studieren!
