06.00 Uhr aufwachen, Frühstück im Zelt mit zwei Brötchen und Konfitüre sowie ein Joghurt, danach Zähne putzen, rasieren und unnötigen Ballast loswerden, zurück ins Zelt und Velokleider anziehen, Schlafsack und Isomatte einpacken, Kleiderpacktasche schliessen, alles Gepäck aus dem Zelt nehmen, Zelt einpacken und verstauen, 3 1.5 Liter Wasserflaschen füllen, Fahrradkette reinigen, Packtaschen am Velo montieren, Strava starten und losfahren.
So sieht mein übliches Morgenprozedere aus, wobei ich heute bereits um 5.57 Uhr aufwachte.
Die ersten 90 Kilometer waren eben, ich konnte praktisch ohne grosse Kraftanstrengung die grossen Gänge durchtreten. Diese Strecke ist definitiv auch für Fahrradtouren-Anfänger geeignet. Entsprechend sind hier auch viele mit Packtaschen unterwegs. E-Biker reisen dabei eher mit leichterem Gepäck und in grösseren Gruppen, aber auch „normale“ Veloreisende wie ich sind mit vollbeladenem Fahrrad anzutreffen. Diese reisen aber eher alleine oder höchstens zu zweit.
Bei Ulm verliess ich nach zwei Wochen Bayern dieses Bundesland und kehrte nach Baden-Württemberg zurück.
In Ehingen sah ich zuerst noch Kühe in der Donau stehen, dann nahmen die Höhenmeter markant zu. Während ca. 30 Kilometer folgte ein Intervalltraining mit vielen kleinen Anstiegen, wobei ich da jeweils rasch in die kleinsten Gänge wechseln musste. Immerhin konnte ich auch heute von der Windunterstützung profitieren!
In Riedlingen gibt es einen kleinen, feinen Zeltplatz auf einem Bauernhof direkt am Radweg. Hier sind diverse Radfahrer anzutreffen, wobei die anderen flussabwärts fahren – die Deutschen aus Lahr vermutlich bis Ulm, die beiden Spanier aus der Region Barcelona wenn möglich bis Budapest. Sie waren über meine Ankündigung wenig erfreut, dass sie morgen nach ca. 10 Kilometer ein 20%-Anstieg erwarten wird – mit dieser Abfahrt konnte ich heute die hügelige Phase abschliessen…
Dass ich langsam aber sicher zum oberen Ende der Donau komme, ist unschwer zu erkennen: Die Brücken weisen eine immer kleinere Spannweite auf. Aber es sind dennoch noch einige Kilometer bis Donaueschingen.


















