Puh, war das heute ein anstrengender Tag! Nach der Flachetappe gestern ging es gleich ausserhalb von Fossano los, als es den ersten Fluss zu รผberqueren galt: runterrollen auf die Brรผcke, รผber die Brรผcke und dann auf der anderen Seite wieder hoch. Und das war erst die erste Steigung von vielen…
Von Mondovรญ nach Vicoforte hatte ich zudem das Gefรผhl, kaum vorwรคrts zu kommen. Erst, als nach Vicoforte in die Abfahrt ging, wurde mit bewusst, wieviel Hรถhenmeter ich zuvor hochgefahren sein muss…
Wie in Vicoforte kam es dann auch vor Ceva zu einer Abwechslung der unangenehmen Art: Ein Fahrverbot fรผr Velofahrer. Wieso darf man in Italien mit dem Fahrrad nicht durch Tunnels fahren? Nutzt das die Bauten zu sehr ab? Oder sind die Tunnels so baufรคllig, dass einem die Decke auf den Kopf fallen kรถnnte? Im Auto ist man fรผr solche Fรคlle ja ein wenig besser geschรผtzt… Jedenfalls, Velofahrverbote bedeutet: Radfahrer, Du kennst Dich hier nicht aus? Tja, selber schuld! Die Alternativroute musst Du trotzdem selber finden! Und die ist in der Regel viel lรคnger als erwรผnscht. So wurden aus verbleibenden 7 Kilometern nach Ceva plรถtzlich deren 15, und anstatt (wahrscheinlich) leicht bergab ging es zuerst steil ins Tal hinunter, dann flach weiter und zum Schluss wieder ein genauso steiler Anstieg. Das kostet dann Kraft und Nerven…
Aber dann war ich doch noch im Kรผstengebirge drin. Etwa 350 Hรถhenmeter waren auf 7.5 Kilometer schlussendlich zu รผberwinden, um auf dem Colle San Bernardo zu stehen. Es kam mir jedenfalls viel steiler vor, als sich das liest… Stunden spรคter (so fรผhlte es sich jedenfalls an…) war ich doch noch oben bei den Windrรคdern angekommen, und ich konnte mich in die Abfahrt stรผrzen. Fast 30 Kilometer hinunterrollen ans Mittelmeer – dachte ich wenigstens. Meistens war das auch der Fall. Aber zwei, dreimal gab es giftige Gegensteigungen, bis ich endlich unten auf der Via Aurelia war. Das Meer habe ich zwar nur einen kurzen Moment gesehen, aber es schien noch da zu sein… Morgen werde ich sicher mehr Meer zu Gesicht bekommen, wenn ich der Kรผste entlang fahre.


















