Sa 24.10.2026 | Fabro – Giove

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Via

  • Allerona Scalo
  • Orvieto
  • Attigliano

Infos

  • 64 km
  • 3:25 h
  • 3.0 l
  • Hotel
  • Antico Casale Le Fossate
  • EUR 40.00 (inkl. Frühstück)

Strava

In der Nacht hat es geregnet, aber nicht so fest abgekühlt wie die Nacht zuvor. Dafür hatte es dicken Nebel. Als ich nach dem Frühstück um 08.30 Uhr losfuhr, blinkte mein Rücklicht – und das blieb so bis zum Mittag!

Die erste steile Rampe, die ich gestern hinunterbremste, schaffte ich im Zick Zack-Kurs. Eine Autofahrerin schloss hinter mir auf, aber sie musste auf dieser engen Strasse warten, denn an mir gab es kein vorbeikommen. Und wenn ich am Strassenrand angehalten hätte, hätte ich nicht mehr anfahren und schieben müssen. Als die Autofahrerin das merkte, musste sie anhalten – und konnte auch fast nicht mehr losfahren…

Anschliessend ging es meistens nicht mehr so steil bergauf, man musste die Kurven einfach aussenrum fahren. Und zwischendurch gab es sogar wieder kurze Abfahrten, so dass es zwar viele Höhenmeter gab, ich aber nicht allzu weit in die Höhe musste. Da ich mit Thermounterhemd und Kurzarmhemd gestartet war, fragte ich mich bald, ob ich das Unterhemd ausziehen soll. Das liess ich aber bleiben – insbesondere, als mir nach einer Kurve ein kühler Wind entgegenwehte! Viel rascher erwartet erreichte ich die Abzweigung zur Naturstrasse, und diese Mergelpiste war meist in einem hervorragenden Zustand. Nur nach einer Kurve, als es wieder bergauf ging, hatte es Rippen drin. Darum konnte ich auch diesen Abschnitt rascher als erwartet bewältigen.

In der Höhe drückte zwischendurch die Sonne durch den Nebel und es war zeitweise der bewölkte Himmel zu sehen, doch unten in Allerona Scalo war ich wieder knapp unter der Nebeldecke. Daher musste ich auch kein schlechtes Gewissen haben, dass ich nicht durch die Altstadt von Orvieto gefahren bin, wo der Radweg eigentlich durchgeht. Diese befindet sich aber auf einem Felsen 200 Meter höher und somit mitten im Nebel.

Dafür blieb ich etwas länger im Coop-Einkaufszentrum von Orvieto. Dort befindet sich auch ein Elektronik-Fachladen, wo ich mir ein Samsung A57 gekauft habe. Somit habe ich wieder ein Backup, falls eines ausfällt – und da ich mit dem Smartphone navigiere, wäre ich sonst orientierungslos! Gestern hatte ich ja noch an der Hülle vom defekten S25 FE gebastelt: Das A34 (Backup) hatte ich in den letzten Tagen jeweils in der Regenhülle auf der Lenkertasche positioniert. Wenn die Sonne schien, musste ich zum Navigieren aber immer anhalten – man kann auf dem Bildschirm schlicht nichts erkennen. Für die Hülle vom S25 FE habe ich eine passende Halterung am Lenker, und das A34 passt grundsätzlich in die Hülle; es ist nur etwas dicker und die Bedienungsknöpfe sind nicht am gleichen Ort. Ich habe daher die Bedienungsknöpfe aus der Hülle herausgeschnitten und in der Hülle mit dem gelben Betonklebeband und Sekundenkleber ein Doppelklebeband fabriziert und so das A34 zusätzlich mit der Hülle verbunden. Das hat heute jedenfalls wunderbar funktioniert – und auch mit dem A57 sollte das aufgrund der Abmessungen klappen!

Bereits bei der Planung gestern Abend hatte ich die Unterkunft in Giove gebucht. Das sind zwar nur 65 Kilometer dorthin, doch mit der Kletterpassage zu Beginn über Schotterpisten und unter Berücksichtigung der gestrigen Erfahrungen mit Naturstrassen wollte ich auf der sicheren Seite sein, die Unterkunft noch bei Tageslicht erreichen zu können. Gegenüber der aktuellen Route der EuroVelo 7 konnte ich zwar einige Hundert Höhenmeter einsparen, aber es waren immer noch über 400 Höhenmeter mehr als gestern – da betrachtete ich eine Kürzung der Strecke um 25 Kilometer als angemessen. Aber eben, ich kam heute viel besser zurecht mit dem Untergrund und liess nahm es daher ab Orvieto gemütlich; nach einer Stunde im Einkaufszentrum fuhr ich kurz nach 12 Uhr los, und es waren nur noch wenig mehr als 30 Kilometer.

Aber auch auf diesen 30 Kilometern waren noch ein paar Steigungen zu bewältigen, insbesondere jene hinauf nach Baschi. Dafür wurde das Wetter immer freundlicher, und bei der Durchfahrt von Attigliano – das Hotel befindet sich gleich hinter der Ortstafel in der Gemeinde Giove – schien sogar die Sonne! Kurz nach 14.00 Uhr rollte ich auf den Parkplatz, Check-in wäre eigentlich erst ab 18.00 Uhr… Ich erhielt aber anstandslos meinen Zimmerschlüssel, und so konnte ich nach dem Herauftragen des Gepäcks das Fahrrad wieder vom heute angesammelten Schmutz befreien (der vom Regen aufgeweichte Mergel klebte wie Beton am Rahmen!). Anschliessend unter die Dusche mit Wäsche waschen und danach im Garten auf einer Sitzbank (neben der Wäsche, die ich zum Trocknen an der Sonne mitgenommen habe) damit begonnen, das A57 zu installieren. Das wird heute aber nicht mehr fertig werden, denn das Internet ist katastrophal langsam (< 1 Mbps)! Da frage ich mich, warum WLAN bei booking.com eine Top-Bewertung erhalten hat!

Nun werde ich mir noch den Kopf zerbrechen, bis wohin ich morgen fahren kann. Die Route sieht wieder viele Höhenmeter vor, und abends werde ich ja eine Stunde weniger Tageslicht haben – heute endet leider die Sommerzeit.


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