Do 08.10.2026 | Avignon

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  • 0 km
  • 0:00 h
  • 0.0 l
  • Appartement
  • Studio en ville
  • EUR 54.43

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Gestern hat des den ganzen Tag immer wieder geregnet, abends gab es auch Gewitter mit Blitz und Donner. Daher machte ich es mir auf dem Klappsofa gemütlich und habe das Appartement nicht verlassen.

Die Polsterung vom Klappsofa ist nicht zu 100 % kompatibel mit meinem Rücken, was ich bei der heutigen Besichtigung von Avignon lange spürte. Nach der Rückkehr ins Appartement habe ich daher meine Luftmatratze aufgeblasen und diese auf das Klappsofa gelegt – so werde ich heute Nacht etwas weicher liegen!

Das Appartement liegt nur wenige Hundert Meter ausserhalb von Avignons Stadtmauer, ich konnte meine Besichtigungstour problemlos zu Fuss starten. Zuerst lief ich durch die Rue des Teinturiers, wo ein paar Wasserräder die Strasse säumen. Via Office de Tourisme – dort konnte ich das ÖV-Ticket abholen, das im erworbenen CityPass enthalten ist – lief ich zum Papstpalast, wo ab 1335 die Päpste für fast 100 Jahre residierten. Im Papstpalast hielt ich mich zwei Stunden auf und lief durch viele Räume wie auch zahlreiche Treppen rauf und runter. Anschliessend wollte ich durch den Park „Rocher des Doms“ zur historischen Brücke Saint-Bénezet laufen, doch am Ende des Parks war die Treppe abgesperrt. Ich lief daher durch den Park zurück und ging noch in die Kathedrale Notre-Dame-des-Doms, was sich als Glücksfall erwies: Als ich wieder rauskam standen viele Leute vor der Treppe und warteten, bis der Regen wieder aufgehört hat…

In den folgenden zwei bis drei Stunden nieselte oder regnete es immer wieder, ich hatte am Morgen glücklicherweise den Regenschutz in der mitgenommenen Lenkertasche verstaut (bei der Besichtigung des Papstpalastes wurde die Tasche durchsucht und ich musste das Taschenmesser abgeben und nach der Besichtigung wieder abholen). Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, zog ich die Regenjacke an und lief durch die Altstadt zur Pont Saint-Bénezet. Dort erhielt ich am Eingang einen Audioguide in Deutsch; während ich im Papstpalast die Informationen von den Schildern las, lauschte ich nun auf der Brücke den vorbereiteten Aufnahmen. Meine Erkenntnis: Die Brücke war ihrer Zeit voraus! Gemäss den Angaben hat die kleine Eiszeit und infolgedessen die auf der Rhone treibenden Eisschollen die Brückenpfeiler immer wieder beschädigt und zum Einstürzen gebracht, bis sie aufgegeben wurde. Daher steht heute nur noch ein Fünftel der Brücke. Mittlerweile ist es wohl schon sehr lange her, dass es Eisschollen bis in die Nähe von Avignon schafften!

Das Fort Saint-André in Villeneuve-les-Avignon stand auch noch auf meinem virtuellen Besichtigungszettel, aufgrund des nassen Wetters habe ich aber darauf verzichtet. Ich fuhr noch ein bisschen mit dem ÖV durch die Stadt, bis ich mich auf den Weg zurück zum Appartement und anschliessend zum Einkaufen machte. Nun gilt es, den Blick wieder nach vorne zu richten und den morgigen Tag zu planen!


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