Kurz nach 07.00 Uhr war das Fahrzeug beladen und ich machte mich auf den Weg, die etwas mehr als 400 Kilometer zurück nach Nevers unter die vier Räder zu nehmen. Dabei nahm ich praktisch denselben Weg zurück, wie ich gekommen bin, also über Laufen, Delémont, Porrentruy, in Delle von der Autobahn weg via Dampierre-le-Bois, danach auf der Autobahn bis Baune und die letzten 100+ km wieder auf Landstrassen via Autun und Château-Chinon. Es gab nur drei Abweichungen:
- Bei der Hinfahrt fuhr ich von Laufen via Wahlen nach Büsserach, heute via Breitenbach
- Zwischen Autun und Château-Chinon musste ich nicht mehr die Umleitung via Anost nehmen, die Baustelle endete am 25. September
- In Nevers habe ich mich fast nicht mehr verirrt – ich musste heute nur die Tankstelle beim Intermarché zweimal anfahren, da ich beim ersten Mal nur quer über den Parkplatz fuhr und die Abzweigung zur Tankstelle nicht fand; bei der Hinfahrt hatte ich zuerst die Navigationsgeräte-Funktion von Organic Maps noch auf „Fussgänger* eingestellt, weshalb ich zuerst durch die Stadt irrte und die Route ständig neu berechnet wurde, weil ich an den vorgegebenen Stellen schlicht nicht abbiegen konnte…
Rückblickend hätte ich in der Schweiz den Tank nicht füllen sollen, da kostete der Liter Diesel in Balsthal/Ramiswil CHE 2.30-2.32. Beim Intermarché von Nevers tankte ich für EUR 2.38, also ca. CHF 2.26. Und da ich das Fahrzeug nur mit halbvollem Tank übernahm, musste ich nur 12 Liter nachtanken. Aber unterwegs habe ich auch Preise gegen EUR 2.60 gesehen…
Als ich um 13.00 Uhr auftankte, meldete ich mich auch gleich noch bei der Vermietungsfirma an – ich wollte nicht bis zur Endzeit der Mietdauer, also 17.00 Uhr, warten. Gegen 13.30 Uhr war ich beim Treffpunkt, das Motorfahrzeug geräumt und das Fahrrad wieder beladen. Und wenig später war die Fahrzeugrückgabe abgewickelt.
Nun ging es also wieder mit Muskelkraft weiter. Gegenüber dem dreimonatigen „Prolog“ habe ich die Ausrüstung geringfügig geändert. Ich bin nun mit neuen Schuhen und neuer Isomatte unterwegs, da die alten Löcher hatten. Gaskocher und Kochtöpfe habe ich zu Hause gelassen, da ich sowieso nur selten gekocht habe – da lohnt sich dieses Gewicht nicht. Auch ein paar Polsterhosen habe ich nicht mehr eingepackt, da sich mein Hintern mittlerweile gut an den Sattel gewöhnt hat. Dafür habe ich meine leichten Trekkingschuhe sowie weitere warme Kleider mitgenommen. Zudem habe ich noch eine wasserdichte Handyhülle und eine Schweizerfahne erhalten – Letztere blieb heute aber noch im Gepäck wie das langärmlige Trikothemd, das ich bereitgelegt hatte; es war am morgen immer noch warm genug, um kurzärmlig ins Auto zu steigen!
Die Fahrt zur Loire und anschliessend entlang dem Canal latéral à la Loire verlief ereignislos. Allerdings hatte ich das Gefühl, langsam unterwegs zu sein – da macht sich die fast zweiwöchige Pause bemerkbar? Dann sah ich aber, dass ich die ersten 20 Kilometer in knapp 58 Minuten zurückgelegt habe, also mit einem Wahnsinns-Schnitt unterwegs bin! Da hatte ich wohl den Vergleich mit letzter Woche im Kopf, als ich ohne Gepäck unterwegs war…
In Decize haben die Campingplatzbetreiber bereits das Saisonende gefeierte, weshalb ich beim Mittagessen wenige Kilometer vor Nevers ein Appartement zum Übernachten gebucht habe. Dieses ist gleich im Nachbarort, direkt an der Radroute. Nach dem Duschen habe ich gleich das nächste Appartement gemietet: Morgen will ich auf dem Campingplatz von Digoin übernachten, aber von Mittwochabend bis Donnerstagabend soll es hier regnen – das gibt mir dann gleich die Gelegenheit, das Monatsvideo fertigzustellen und den Newsletter zu versenden.



















