Di 01.09.2026 | Bridgwater – Wimbleball Lake

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Via

  • Taunton
  • Holcombe Rogus
  • Bampton

Infos

  • 76 km
  • 5:38 h
  • 5.00 l
  • Camping
  • Wimbleball Lake Activity Centre
  • GBP 31.00

Strava

In der Nacht kühlte es nicht so sehr ab wie noch im Süden Irlands sowie in Wales – aber ich las am Morgen trotzdem im Zelt noch ein Kapitel von „Thunderball“, bevor ich mich um 08.15 Uhr wieder aufs Rad setzte. Heute steht ja eine relativ kurze Etappe an, und der Wind hat deutlich nachgelassen – ich hatte also Zeit.

Die ersten 25 Kilometer von Bridgwater bis Taunton gingen schön eben einem Kanal entlang. Auf der Schotterpiste kam ich fast schneller voran als auf dem asphaltierten Schlussabschnitt, wo es mich ziemlich durchschüttelte. Ich war aber froh, dass die auf den schmalen Pfad hineinhängenden Pflanzen nur Grashalme waren und keine Brombeersträucher!

In Taunton steuerte ich den Tesco an und habe vor allem Flüssigkeit eingekauft: 1l Bananenmilch für heute Abend, 1l Joghurtdrink für morgen früh und 2l Orangina für die nächsten paar Nächte. Diese 4 kg Zusatzgewicht spürte ich für den Rest des Tages, denn nun gab es etliche Höhenmeter zu erklimmen! Zweimal musste ich dabei das Fahrrad hochschieben – das musste ich schon seit Wochen nicht mehr! Das erste Mal war nach dem Mittagessen, nachdem sich die Radroute Nr. 3 gabelte. Die vorgängig heruntergeladene Route folgt der optionalen Variante, während ich es zunächst mit der anderen Option versuchte – schliesslich verspricht diese, einem Kanal zu folgen und somit eben zu sein. Als ich nach der Überwindung eines Hügels beim Kanal angelangt war, musste ich aber abwinken: Ich sah nun, dass der Radweg hier einen riesigen Umweg macht und am Schluss doch etwa gleichviele Höhenmeter zu bewältigen sind, um ebenfalls nach Bampton zu gelangen. Also fuhr ich via Holcombe Rogus zurück auf die optionale Variante – und da erwischte mich am Ortsausgang eine Steigung auf dem falschen Fuss! Obwohl ich vorher und nachher steilere Abschnitte hochpedalte, hatte ich da eine mentale Barriere und musste schieben.

Die zweite Schiebepassage war fast am Schluss: Nach einem längeren – und zum Teil auch steilen – Anstieg auf einer „normalen“ Strasse kam ich in den Exmoor-Nationalpark, wo nur Wanderer und Fahrradfahrer das Strässchen benutzen dürfen. Dieses führte steil hinab zum gestauten Wimbleball Lake, über die Staumauer und auf der anderen Seite wieder steil hoch, wobei nur maximal 40 Zentimeter Breite des asphaltierten Strässchen benutzbar war; der Rest war mit Steinen, Laub und Schlamm bedeckt, so dass ein Zick-Zack-Fahren nicht möglich war.

So übernachte ich nun auf dem für mich teuersten Campingplatz in der UK: Die Parzelle von 6×6 Meter kostet GBP 31 pro Nacht und ist eigentlich für mehrere Personen ausgelegt. Für Einzelreisende gibt es leider nichts Kleineres… Die Saison ist aber definitiv vorbei: ausser mir ist nur noch eine Familie auf dem Platz.


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