Mo 31.08.2026 | Bristol – Bridgwater

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Via

  • Wells
  • Glastonbury
  • Cossington

Infos

  • 93  km
  • 6:08 h
  • 6.50 l
  • Camping
  • Follets Farm
  • GBP 14.00 (plus GBP 0.50 für die Dusche)

Strava

Um 08.15 Uhr hatte ich alle Taschen gepackt und das hinuntergetragene Velo wieder beladen, die Wohnung geräumt, den Müll hinausgetragen und die Schlüssel wieder in der Schlüsselbox versorgt, so dass ich nach den vier Ruhetagen wieder Fahrt aufnehmen konnte. Dabei nahm ich zunächst denselben Weg zurück wie letzten Mittwoch bei der Hinfahrt (und am Freitag zum Veloputzen), danach nahm ich wieder die stillgelegte Bahnstrecke ins Zentrum vom Bristol wie anfangs Juli (und teilweise gestern zu Fuss). So konnte ich mir ziemlich viele Ampeln ersparen. Bei einer Weggabelung wählte ich heute die alternative Route, die auch ins Zentrum führt, und prompt habe ich mich verfahren, weil an einem Ort ein Schild fehlte – es war aber weder mein erster noch mein letzter Umweg, den ich heute machte…

Wie erwartet war das Stadtzentrum (noch) nicht so bevölkert – heute ist ein Bank Holiday, also ein verlängertes Wochenende. Das haben sicher einige zum Ausschlafen genutzt…

Die Ausfahrt aus Bristol auf der neuen Route – nun wieder auf der Nr. 3 vom National Cycling Network – war vergleichbar mit der Anfahrt aus Bath und ein krasser Gegensatz zu der Aus- und Einfahrt zur/von der Severn Bridge: Es war kein ständiges Auf und Ab auf zig Hügel, sondern „nur“ eine langgezogene, meist sanfte Steigung mit flachen Abschnitten dazwischen. Das ist mir viel lieber als das ständige Klettern und wieder Höhe vernichten auf der anderen Seite der Stadt!

Klettern konnte ich später aber doch noch: Nachdem ich den Chew Valley Lake hinter mir gelassen hatte, kam eine Hügelbarriere immer näher, und auf etwas mehr als 4 Kilometern galt es, 200 Höhenmeter zu erklimmen. Zum Glück war es nie so steil wie in Wales und es blieb im einstelligen Prozentbereich, so dass ich nicht im Zick-Zack mit allerletzter Kraft das Fahrrad hochwuchten musste. Auf der schmalen Strasse konnte ich es mir sogar erlauben, bei kleinen Ausbuchtungen das Tempo rauszunehmen, damit mich Autofahrer besser überholen konnten!
Oben gab es ein paar Kilometer lang ein Hochplateau, und ich erfreute mich eine Weile am Rückenwind – leider etwas zu lange, denn ich habe eine Abzweigung verpasst… Auf der Abfahrt fand ich wenig später eine Strasse zurück auf die Route, so dass ich auf dem Radweg in Wells eintraf und dort mit dem Blick auf die Kathedrale Salat und Wraps zum Mittagessen ass.

In Wells änderte der Radweg wieder die Richtung, so dass nun wieder Gegenwindverhältnisse herrschten. Zum Glück gab es auf dem überwiegend flachen Abschnitt via Glastonbury, wo ich noch einkaufte, und Cossington viele Kurven, womit ich den Wind nur selten frontal im Gesicht hatte. Nach Cossington hatte ich für eine kurze Weile einem Kanal entlang sogar Rückenwind, danach ging es in einem weiteren Kurvengeschlängel nach Bridgwater.

In Bridgwater traf ich um 16.00 Uhr beim zertifizierten Campingplatz ein, der nur für Mitglieder des Camping and Caravan Clubs ist – und das bin ich ja! Solche zertifizierten Plätze werden privat geführt und dürfen in der Regel maximal 5 Wohnmobile und 10 Zelte pro Nacht aufnehmen. Als ich beim Gebäude ankam und die Telefonnummer wählte, nahm niemand ab. Zum Glück waren aber die Teenies des Besitzers zu Hause, so dass ich mich auf der Wiese installieren und schon mal eine Dusche nehmen konnte.


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