Mo 03.08.2026 | Derry/Londonderry

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Via

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Infos

  • 12 km
  • 0:56 h
  • 1.00 l
  • Appartment
  • R and B Cosy Cabin
  • GBP 70.49

Strava

Während es am Vormittag regnete, ruhte ich mich aus und schaute mir ein paar Dokumentationen an. Gegen Mittag stoppte der Regen und der Boden trocknete rasch ab. So setzte ich mich gegen 13 Uhr auf das Fahrrad und fuhr in die Stadt. Dabei habe ich die Ladung stark reduziert, denn neben der Lenkertasche habe ich nur eine der grossen Fahrradtaschen mit darin versorgter Windjacke mitgenommen. Dafür fuhr ich mit den langen Radlerhosen los.

Auf dem Weg ins Zentrum verlor ich einige Höhenmeter – und ich wusste, dass ich da später wieder hinauf muss… Den River Foyle überquerte ich über die 2011 eröffnete Peace Bridge, auf welcher Fussgänger und Radfahrer zur Altstadt gelangen. Vor der Stadtmauer habe ich mein Fahrrad an einen Veloständer angebunden und hoffte, dass es auch nach dem Spaziergang noch da sein wird… Das vollbeladene Fahrrad stelle ich sonst sorgenfrei vor Supermärkte, denn damit kann nicht jeder einfach so davonfahren!

Zu Fuss ging es nun auf der 400 Jahre alten Stadtmauer weiter, und so umrundete ich die ganze Altstadt. Erstaunt hat mich der Höhenunterschied, der dabei zu überwinden war; die Stadt wurde an einen Berghang gebaut. Und dort, wo ich das Fahrrad hingestellt hatte, ging früher der Fluss durch, bevor man mit Aufschüttungen eine ebene Fläche baute. Am Schluss lief ich noch durch das Zentrum, wobei mir das Craft Village mit seinen engen Gassen besonders gut gefallen hat.

Das Fahrrad war noch da, und so konnte ich den Rückweg beruhigt antreten. Auf der Hinfahrt hatte ich noch einen Velo-Reparaturladen gesehen, wo gearbeitet wurde – gemäss Internetrecherche von gestern und heute Morgen sollte da heute und morgen Ruhetag sein… Seit der Fahrt im Regen und über Schotter nach Fort William ächzt die Kette, wenn ich mit hohem Pedaldruck und insbesondere im Wiegetritt fahre – eine gründlichere Reinigung als jene, die ich in Fort William unmittelbar nach der Fahrt vorgenommen habe, ist also bitter notwendig. Ich fuhr also zum Reparaturladen – und die würden heute eigentlich tatsächlich keine Fahrräder annehmen – ich könne aber am Samstag wieder kommen. Als ich erklärte, dass ich dann bereits an der irischen Westküste bin, machten sie eine glücklicherweise eine Ausnahme: einer hat die Kette wieder satt angezogen (nachdem ich gezeigt habe, welche Schrauben zu lösen sind), ein anderer hat die Kette gereinigt. Nun läuft die Kette wieder ganz ruhig – und das verlangte Honorar von GBP 10 habe ich gerne verdoppelt.

So ging es wieder den Berg hoch zurück zur Unterkunft, unterwegs noch eingekauft, und dann die Tour de France der Frauen verfolgt. Zudem musste noch ein kleines Loch in der Luftmatratze abgedichtet werden – bei den letzten Zeltnächten war sie am Morgen jeweils nur noch zur Hälfte mit Luft gefüllt, und in Larne hatte ich die zu reparierende Stelle gefunden.


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