Do 16.07.2026 | Douglas – Sedgwick

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Via

  • Heysham
  • Hest Bank
  • Carnforth
  • Milnthorpe

Infos

  • 43 km
  • 3:03 h
  • 6.00 l
  • Camping
  • Sizergh Caravan & Camping
  • GBP 20.00

Strava

Da die Fรคhre erst um 08.30 Uhr ablegte und ich spรคtestens 08.05 Uhr eingecheckt haben muss, hรคtte ich heute lรคnger schlafen kรถnnen. Meine innere Uhr liess das aber nicht zu, so dass ich um 5 Uhr die Augen รถffnete und mich zuerst ein bisschen mit Etappenplanung fรผr die kommenden drei Tage beschรคftigte – den Zeltplatz fรผr heute Abend habe ich ja bereits gestern gebucht.

Nach 7 Uhr begann ich, das Gepรคck hinunterzutragen und das Fahrrad zu beladen, die Abfahrt erfolgte um 07.20 Uhr. Ein letztes Mal fuhr ich der Strandpromenade von Douglas entlang, und nach einem Kilometer war ich am Fรคhrhafen. Da wurde ich zuerst fehlgeleitet, denn die Dame, welche die Autoschlangen unter Kontrolle hielt, meinte, ich soll an allen Fahrzeugen vorbeifahren – in meiner Reihe war das ein Motorrad und ein Auto – und mich im Gelรคnde drinnen an das Personal wenden. Nun, dort wurde ich gefragt, ob mein Ticket, das ich per Mail erhalten hatte, gescannt wurde. Natรผrlich nicht, denn ich wurde ja direkt hierin geschickt! Ich konnte das Fahrrad drinnen lassen und lief die 30 Meter zurรผck hinter das Auto in meiner Schlange. Es vergingen aber noch mindestens 15 Minuten, bis mein Ticket gescannt war – die „Schlangendompteuse“ liess zuerst eine Warteschlange durch, die sich hinten stรคndig mit neu ankommenden Fahrzeugen auffรผllteโ€ฆ Das spielte fรผr mich aber keine Rolle, denn schlussendlich durfte ich mit einem anderen Velofahrer zusammen zuerst auf die Fรคhre.

Diese Fรคhre war nicht identisch ausgestattet wie jene, mit der ich auf die Isle of Man gekommen bin. Wenn man keine Lounge gebucht hat, gab es kaum eine Chance auf einen Sitzplatz mit Sicht nach Draussen, ausser auf dem Aussendeck. Also nahm ich in „The Eatery“ im Innenraum Platz, wo es dafรผr viele Steckdosen gehabt hรคtte. Da hรคtte ich den Laptop ja doch mit hinauf nehmen kรถnnen und ein paar Dinge erledigenโ€ฆ So steckte meine Nase hauptsรคchlich im eBook-Reader.

Ich zwang mich dazu, bis um 10 Uhr abzuwarten und erst dann an der Theke ein englisches Frรผhstรผck zu holen – Bohnen mit Speck, Rรผhrei, und einer Art Rรถsti auf einer Tortilla. Da war die Warteschlange รคusserst kurz, im Gegensatz zu Beginn der รœberfahrt. Aber wenn man die ganze Zeit den Geruch in der Nase hat, kann das den Magen ganz schรถn verrรผckt machen!

Es kam noch eine Durchsage vom Kapitรคn, dass es bei einer Maschine ein Problem gรคbe und diese daher abgeschaltet und repariert werden mรผsse. Infolgedessen gรคbe es auch eine Verzรถgerung bei der Ankunftszeit, wofรผr er sich entschuldigte. Es gab danach noch zwei weitere Durchsagen, die ich jedoch nicht verstehen konnte – das Geschwรคtz an den Nebentischen war zu laut.

Umso erstaunter war ich, als bereits deutlich vor zwรถlf Uhr die Durchsage kam, dass man nun wieder zu den Fahrzeugen gehen kรถnne. Ich war so รผberrascht, dass ich den Le Mans-Start verpasste – und zuhinterst in der Warteschlange stand. Als ich endlich unten beim Fahrrad war, war die Luke bereits unten und die ersten Motorrรคder fรผr die Wegfahrt abfahrbereit – der andere Velofahrer war bereits verschwunden. Vor den letzten beiden Motorradfahrern – einer hatte in Problem mit dem Anlasser – ging ich aber dennoch wieder als einer der Ersten von der Fรคhre.

Nach dem Fรคhrhafen von Heysham fรผhrte mich meine Route direkt weg von der Hauptstrasse, so dass mich die anderen Fahrzeuge nicht zu รผberholen brauchten. Stattdessen ging es gleich an den Strand – fast eine 10 Kilometer lange, flache und 8 bis 10 Meter breite Promenade. Mit leichtem Rรผckenwind war es da einfach, vorwรคrts zu kommen und den Fussgรคngern auszuweichen. Danach ging es zwar von der Kรผste weg, aber weitere 10 Kilometer bis Camforth flach weiter. Es ging aber nicht mehr so schnell voran, denn der etwa 60 Zentimeter schmale Pfad war eine Ansammlung von Unebenheiten und Lรถchern, die durch Asphalt zusammengehalten werden – und knapp daneben war ein Schifffahrtskanal. Da hiess es, das Gleichgewicht zu behalten!

Die restlichen 20 Kilometer waren auch auf verkehrsarmen Strassen, nun aber ziemlich hรผgelig – ein Vorgeschmack auf das, was die nรคchsten Tage auf mich zukommen wird! Nach einem Einkaufs- und Essensstopp in Milnthorpe waren es nur noch wenige Kilometer zum Campingplatz. Dieser befindet sich auf einer Farm, die Besitzer haben die Land- und Viehwirtschaft mit diversen touristischen Angeboten erweitert.


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