Gegen 07.30 Uhr war ich wieder bereit und fuhr auf menschenleeren Strassen zurück zum Radweg, wo gleich ein Tunnel unter der Festung durch folgte. Wie Vorgestern startete ich mit dem Thermounterhemd unter dem Shirt und konnte dieses wiederum gegen 09.30 Uhr ausziehen.
Zuerst galt es, Osselle zu erreichen. Den Ort kannte ich bereits, da ich dort vor ein paar Jahren auch schon auf einer Tour übernachtet habe. Viel ist in meinem Gedächtnis aber nicht hängengeblieben – ich könnte nicht mal sagen, ob das Gebäude mit Restaurant mittlerweile umgebaut worden ist…
Weiter ging es flach dem Doubs entlang, durch Dole hindurch und später auf einer Umleitung vom Doubs weg. Die Umleitung führte aber gleich an einem Intermarché vorbei, so dass ich dort um 11.30 Uhr (die haben auch sonntags den ganzen Tag geöffnet) mein Mittagessen erwarb. Ein schattiges Plätzchen für das Mittagessen fand ich eine Ortschaft weiter in Abergement-la-Ronce, wo es sogar eine Gratis-Ladestation für E-Bikes und für Handys/Tablets gibt. Das ist Service!
Ich folgte weiter dem Eurovelo 6-Fernweg – und erreichte bald einmal die Sâone. Folgte meine geplante Route nicht dem Doubs, bis dieser in die Sâone mündet? Egal, denn ich will heute ja sowieso bis zu diesem Zusammenfluss fahren.
Nach Saint-Jean-de-Losne gab es noch zwei Unannehmlichkeiten: Zuerst war da ein Flihmarkt auf dem Radweg, so dass ich fast einen Kilometer lang das Velo schieben musste. Wenig später querte eine Brücke die Sâone, und ich wurde vor dem Brückenpfeiler rechtwinklig vom Fluss weggeführt. Als ich auf der gleichen Höhe wie die über die Brücke führende Fahrbahn war, war auf der anderen Seite wieder ein Eurovelo 6-Schild, das auf einem Weg zurück zur Sâone führte. Dort ging es nur unter der Brücke durch weiter – und ich war wieder beim ersten Schild! Also nahm ich die zweite Runde in Angriff, fuhr diesmal über die Brücke, folgte auf der anderen Seite wieder den Eurovelo 6-Schildern – und habe so auch diesen Brückenpfeiler umrundet… Nach der Konsultation von MAPS.ME sah, ich dass Seurre die nächste grössere Ortschaft auf meiner Route ist – und der kürzeste Weg dorthin befindet sich natürlich auf der anderen Seite der Brücke… Danach hatte ich nur noch einmal einen Schreckensmoment, als mir bei einer Kreiselausfahrt angezeigt wurde, dass in 500m die Autobahn beginne. Aber dabei handelte es sich um eine Einfahrt, geradeaus kam ich auf der Hauptstrasse nach Seurre. In Seurre habe ich dann den Radweg wieder gefunden – interessanterweise war er dort auch nur flussaufwärts ausgeschildert, flussabwärts fehlten die Schilder.
Schlussendlich kam ich doch noch in Verdun-sur-le-Doubs – der Radweg wechselte zwischendurch von der Sâone an den Doubs – an und suchte dort den Campingplatz auf. Dieser befindet sich gleich beim Zusammenfluss von Sâone und Doubs. Dabei handelt es sich um eine Self-Check-in-Anlage, den Stellplatz kann man sich selbst aussuchen. Sébastien kam fast gleichzeitig aus der anderen Richtung an, er war drei Wochen mit seinem E-Bike unterwegs und fuhr nach Saint-Nazaire an der Atlantikküste und wieder zurück. Morgen wird er seine letzte Etappe nach Dole unter seine vier Räder (E-Bike mit Anhänger) nehmen.


















