Heute legte ich einen veritablen Frühstart hin: Um 06.45 Uhr hatte ich den Campingplatz bereits verlassen und mich bei der nahegelegenen Bäckerei mit Brot eingedeckt!
Auf dem Radweg ging es zunächst nach Aurillac, wo mich die Route durch die engen Gassen der Innenstadt jagte. Da war ich wirklich froh, frühmorgens unterwegs zu sein und nicht erst am späteren Nachmittag, wenn die Strassen belebt sind. Allerdings haben sie in manchen Strassen Regenschirme aufgehängt – und ich hoffte sehnlichst, dass ich von Regen verschont bleibe!
Der Puy Mary wurde bereits beim Stadtausgang von Aurillac angezeigt, bei einer verbleibenden Distanz von 36 Kilometern. Die ersten zwei Dutzend Kilometer konnte ich mehrheitlich noch in grossen Gängen durchdrücken. 11 Kilometer vor dem Gipfel begannen dann aber die Kilometersteine, welche den Radfahrern die verbleibende Distanz zum Gipfel, die aktuelle Höhe, die Höhe vom Passübergang (1’589m) sowie die Durchschnittssteigung vom nächsten Kilometer anzeigen. Mit einer Steigung von 4.5% begann diese Anzeige und ging unterwegs hoch bis 8.5%.
Entgegen den Wettervoraussagen blieb es die ganze Zeit trocken, und zwischendurch zeigte sich sogar die Sonne. Als ich dann um 10.45 Uhr auf der Passhöhe war, zog ich aber rasch mein nasses Hemd aus und die Jacke an – der Wind dort oben war eisig kalt!
Nach 15 Minuten machte ich mich auf zur Abfahrt und verliess somit den höchsten Punkt dieser Tour – doch zuerst überprüfte ich genau, dass ich auf der richtigen Strasse hinunterfuhr. Schliesslich führen hier 3 Strassen auf den Gipfel. Nun konnte ich es zunächst rollen lassen und die Landschaft geniessen. Später wurde es dann flacher, so dass ich doch wieder in die Pedale treten musste.
So richtig bergauf ging es dann nochmals bei Saint-Saturnine. Die Hauptstrasse auf dem Talboden war wegen Erdrutsch gesperrt, und so musste ich die Umleitung nehmen und zuerst einmal wieder in die Höhe klettern. Aber auch dieses Hindernis war einmal überwunden, so wie die letzte Steigung vor Condat.
In Condat machte ich zunächst ein Nickerchen vor dem Carrefour, da ich um 13.40 Uhr ankam und der Laden erst um 14 Uhr wieder öffnete. Mit Lebensmittel eingedeckt ging es danach zum Campingplatz, wo ich mir einen schattigen Platz unter den Bäumen aussuchte.


















