Auf der Toilette liess ich die ganze Nacht das Licht brennen, damit der Lรผfter lรคuft, und heute morgen waren meine Kleider tatsรคchlich schรถn trocken!
Der Radweg ging heute treppenartig meist der Etsch entlang, wiederum durch viele Apfelbaumplantagen. In Prad am Stilfserjoch liess ich die Abzweigung zu jenem Pass links liegen, und auch wenig spรคter in Mals bog ich nicht is Val Mรผstair ab.
Dafรผr begann wenig spรคter die intensivere Steigung hinauf zum Reschenpass, und die hatte es auch in sich. Wรคhren die Hauptstrasse mittels Serpentinen an Hรถhe gewinnt, wurde der Radweg auf der anderen Talseite praktisch geradeaus an der Bergflanke angelegt. Falls das auch eine ehemalige Eisenbahntrasse ist, dann muss das hier eine Zahnradbahn gewesen sein – im steilsten Stรผck waren das sicher um die 25% Steigung!
Die letzten Kilometer bis zum Reschenpass mรผssten eigentlich flach sein, da 2 Seen auf meiner Karte eingezeichnet sind. Diese Seen sind auch tatsรคchlich vorhanden, aber der Radweg bleibt leider selten auf dem selben Niveau รผber dem Seespiegel. Und wenn sich im Rรผcken Donnergrollen bemerkbar macht, ist jeder noch so kleine Anstieg eine zusรคtzliche Qual!
Endlich erreichte ich doch noch den Reschenpass, wobei ich nur ein paar Tropfen Regen abgekriegt hatte. Es ging weiter hinunter auf dem Radweg nach Nauders, und dann auf der Hauptstrasse weiter das Tal hinab bis nach Pfunds.
Dort gab es einen kleinen Wettkampf auf dem Campingplatz. Gleich mit mir hat auch ein Motorradfahrer mit seinem Zeltaufbau begonnen, und รผber unseren Kรถpfen grollte es unaufhรถrlich.
Nun, ich habe diesen Wettkampf gewonnen. Als ich alle Gepรคcksstรผcke im Zelt verstaut hatte, war der Motorradfahrer noch mit seinem Vorzelt beschรคftigt, und als ich von der Dusche zurรผckkam, kamen die ersten Regentropfen…


















