Mi 24.08.2011 | Tirano – Filisur

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Via

  • Berninapass
  • Pontresina
  • Albulapass

Infos

  • 96 km
  • 7:44 h
  • 8.50 l

รœbernachtung

  • Zelt

45 Kilometer bergauf fahren. รœber 2’500 Hรถhenmeter erklimmen. Ergo: Heute war die Kรถnigsetappe angesagt!

Gleich von Tirano aus ging es aufwรคrts, und schon nach etwas mehr als 2 Kilometer war ich wieder auf Schweizer Boden unterwegs. Aber es hรคtte nicht gleich so steil sein mรผssen… Immerhin war es vormittags noch schattig, und nach 80 Minuten hatte ich doch mal 10 Kilometer zurรผckgelegt, bis endlich mal ein etwas flacherer Abschnitt kam. Als diese etwas leichtere Passage kurz nach Poschiavo vorbei war, ging es wieder hart zur Sache. Aber schliesslich waren auf 35 Kilometer auch รผber 1’900 Hรถhenmeter zu bewรคltigen.

Natรผrlich war ich nicht der einzige Radfahrer, der da hoch kraxelte. Allerdings habe ich in den letzten Tagen keine Handvoll Radfahrer gesehen, die wie ich mit Sack und Pack unterwegs sind. Und so wurde ich denn auch oft รผberholt und stehengelassen… Nur mit Gianluca konnte ich mithalten – gut, er zรคhlt auch schon 68 Lenze. Mal war er weiter voraus, mal hatte ich ein stรคrkere Phase, mal kรคmpften wir uns gemeinsam bergan. Auf der Passhรถhe kamen wir dann auch zusammen an. Und das ist mit 2’328 Meter der hรถchste Punkt meiner Tour!

Das war nun also das Puschlav, wo ich vorher noch nie war. Ein nettes Tal, aber mit Fahrrad und Gepรคck ganz schรถn anstrengend zum hochfahren!

Auf der anderen Seite ging es  mit Rรผckenwind ganz flott runter nach Pontresina. Da zeigte mein Velocomputer doch tatsรคchlich mal eine Geschwindigkeit von knapp 82 km/h an..

Frisch gestรคrkt fuhr ich von Pontresina aus weiter nach La Punt, wo die nรคchsten 625 Hรถhenmeter auf 9.5 Kilometer verteilt auf mich warteten. Aber der Einstieg in den Albulapass ist echt brutal! Geht das tatsรคchlich so steil hoch, oder fรผhlte ich mich nur so? Den Albula habe ich ja vor 10 Jahren schon mal รผberquert, und ich hoffte einfach, dass dies jener Pass ist, wo es oben ein paar Kilometer praktisch flach dahin geht. Und so trat ich in die Pedale, so gut es ging, und kรคmpfte mich Meter fรผr Meter voran. Immerhin hatte auch der Wind Mitleid, doch auch mit dieser Unterstรผtzung ging es nicht wirklich flott voran… Bald war auch schon die Baumgrenze erreicht – das muss doch einfach der Pass mit der flachen Kuppe sein! Und tatsรคchlich: auf den letzten 3 Kilometer gab es dann wirklich nicht mehr viel an Hรถhe zu รผberwinden, und ich konnte bald die Abfahrt in Angriff nehmen.

Obwohl ich den ganzen Tag mit den Anstiegen kรคmpfte, darf natรผrlich nicht unerwรคhnt bleiben, dass ich mich trotzdem an den herrlichen Ausblicken erfreute! So bin ich den glรผcklich und zufrieden auf den Campingplatz von Filisur abgebogen und habe mir den Tag nochmals durch den Kopf gehen lassen…


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