Di 17.07.2007 | Haverslev – Frederikshavn

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Via

  • Brovst
  • Aabybro
  • Brønderslev

Infos

  • 100 km
  • 5:05 h
  • 3.00 l

Übernachtung

  • Jugendherberge

Ganz unsanft wurde ich um 02:00 Uhr aus dem Schlaf gerissen, als ein Gewitter über den Campingplatz hinwegfegte. Zuerst donnerte es links, dann rechts, dann vor und hinter mir – also eigentlich rundherum! Und dann prasselte der Regen in Strömen auf mein Zelt. Muss ich heute nicht nur gegen den Wind kämpfen, sondern auch noch im Regen fahren?

Bis ich aufstand, hat es dann noch zweimal geregnet. Dann, um 05:30 Uhr, konnte ich feststellen, dass das Zelt eine lohnende Investition war und absolut dicht ist. Nichts im Zelt ist nass geworden! Also nahm ich das Frühstück ein, zog mühsam meine Fahrradkleider an (das mag mein sonnenverbrannter Rücken überhaupt nicht…), rollte Luftmatratze und Schlafsack zusammen – und dann folgte das nächste Gewitter! Da lag ich im Zelt, alle Sachen gepackt, darauf wartend, dass es wieder aufhört. So zirka eine halbe Stunde später (sprich: eine halbe Ewigkeit) war es dann soweit. Sofort schoss ich aus dem Zelt, schüttelte das ganze Zelt durch, damit möglichst viel Wasser abläuft, holte das Gepäck raus und stopfte das Zelt, so nass wie es war, in die Hülle. Alles rauf aufs Velo, und so konnte ich gegen 08:00 Uhr losfahren.

Alsdann nahm ich von der Gegend eine besondere Stimmung wahr: infolge der dicken Wolken war es ein bisschen düster, und Nebelschwaden zogen langsam über die nassen Kornfelder. Nur dann und wann kreuzte auf den ersten Kilometern ein Fahrzeug meinen Weg auf den schmalen Strässchen, welche mich über kleine Hügelchen, durch Wäldchen und winzige Häuser-Ansammlungen nach Brovst, die erste grössere Siedlung am heutigen Tag, führten. Überraschenderweise hatte ich mich in der Folge nicht mit Gegenwind herumzuschlagen, sondern konnte sogar von Rückenwind profitieren!

Bei der Einfahrt nach Aabybro habe ich mich dann auf dem Radweg verfahren: ein Schild zeigte über die Strasse, dass ich links abbiegen solle. Nach wenigen Metern fuhr ich dann aber auf den Fussballplatz, welcher gerade gemäht wurde! Also kehrte ich um, und siehe da: Ich hätte nur von der rechten Strassenseite auf die linke wechseln müssen, da dort für Fussgänger und Radfahrer eine Piste angelegt worden war.

Etwa 3 Kilometer vor Brønderslev hat mich dann der Regen wieder eingeholt. Ich zog den Regenschutz an und fuhr noch in die Stadt, um eine vorzeitige Mittagspause einzulegen. Aber kann man hier auch wirklich etwas essen? Es hat zwar viele Autos auf der Strasse, aber fast keine Leute. Dann sah ich aus den Augenwinkeln ein paar Leute hinter einer Häuserzeile schlendern. Also bog ich ab – und siehe da: schon stand ich mitten in der Einkaufsstrasse!

Nachdem ich eingekauft und meine selbst gemachten Sandwichs gegessen hatte, hatte auch der Regen wieder aufgehört. Und das Wetter wurde am Nachmittag immer sonniger. So fuhr ich – immer noch mit starker Windunterstützung – auf direktem Weg nach Frederikshavn, und liess dabei meinen Blick über die weiten Felder schweifen.

In Frederikshavn konnte ich dann schon mal auskundschaften, wo ich morgen zur Fähre hinfahren muss. Schliesslich führt die Hauptstrasse direkt dem Strand (bzw. dem Hafen) entlang. Nachdem ich beim Informationsbüro eine Karte der Stadt erhalten hatte, fand ich bald die Jugendherberge. Das windige aber sonnige Wetter nutzte ich sogleich und packte mein Zelt aus – und im Nu war es dann auch wieder trocken!

Mein Bett hatte ich in einem Massenschlag mit etwa 40 Betten. Aufgrund der Bestuhlung im Raum scheint dieser zuweilen aber auch als Theoriesaal genutzt zu werden. Die JH ist aber sehr gut gelegen. Nahe am Zentrum, aber dennoch ruhig. Und die Rasenflächen vor der JH laden richtiggehend zum Ausruhen aus. Ob aber sämtliche Veloständer, die montiert wurden, jemals benutzt wurden, wage ich stark zu bezweifeln: Dann müssten ja fast gegen 100 Velofahrer die JH benutzten! Immerhin stehen heute Nacht 3 Fahrräder da…

Abends schritt ich dann noch die Einkaufspromenade von Frederikshavn ab. Dabei gönnte ich mir zuerst mal ein Soft-Ice, dann ass ich noch eine Pizza. Beim Zurücklaufen bemerkte ich dann, dass meine Sonnenbrille fehlt! Schnell lief ich zurück ins Restaurant, und fand zum Glück die Brille unter dem Tisch. Puh!


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