Da ich heute einen langen Tag erwartete, startete ich eine halbe Stunde frรผher als sonst. So begann ich mit dem Frรผhstรผck bereits um 6 Uhr und verliess den Campingplatz um 7.15 Uhr.
Mit der Grossglockner Hochalpenstrasse stand das Piรจce de Rรฉsistance dieser Tour auf dem Programm. Angst hatte ich zwar keine, aber ziemlich viel Respekt.
Die ersten 10 Kilometer ging es noch relativ flach an den Berg heran. Und dann ging es fรผr Stunden nur noch in eine Richtung: bergauf! Als ich ein paar Kilometer spรคter an der Mautstelle vorbeifuhr, musste ich schmunzeln: Ich musste einen Knopf drรผcken, um die Zeitmessung auszulรถsen. Wo die Zeit dann allerdings gestoppt wurde, habe ich nicht mitbekommen…
Ein schรถner Service ist es, dass die Kehren nummeriert sind und jeweils die Hรถhe angegeben ist. So konnte ich dann immer raten, welche Hรถhe ich in der kommenden Kehre wohl erreicht habe – und lag meistens nur ein paar Meter daneben. Oben hinaus hatten es die รsterreicher dann aber nicht mehr so mit zรคhlen, da zwischendurch nur noch jede 2. Kehre angeschrieben war, die Nummerierung aber fortlaufend blieb…
Auf einer Hรถhe von 750 Meter gestartet, schraubte ich mich so auf รผber 2’400 Meter hoch. Dann wurden wieder 200 Hรถhenmeter vernichtet, bis es zum finalen Schlussaufstieg auf das Dach dieser Tour ging – das Hochtor auf 2’508 Meter รผber Meer.
In der Abfahrt war nochmals eine gemeine Gegensteigung zu รผberwinden, bis ich dann endlich die Talsohle erreicht hatte und dem Fluss weiter abwรคrts folgen konnte.
Auf dem Weg nach Winklern wurde ich noch zweimal geduscht bei strahlendem Sonnenschein. Vor Winklern begann noch ein 3 Kilometer langer Anstieg auf den Iselsberg. Trotz lรคngerem Donnergrollen kam aber kein Nass mehr von oben.
Kurz vor Lienz machte ich noch an einer Tankstelle Halt und bediente mich im Shop. Als ich davor ein Sandwich ass, beobachtete ich die Bewegungen auf den Behindertenparkplรคtzen. Da alle Fahrer ohne Anzeichen von kรถrperlichen Beschwerden aus- und einstiegen, bleibt nur eine Schlussfolgerung: In รsterreich dรผrfen solche Parkplรคtze wohl auch von geistig Behinderten in Anspruch genommen werden…
Erschรถpft erreichte ich Lienz, wo ich gleich ein Hotelzimmer im Zentrum nahm. Da hat die Dusche gut getan…
An so einem Tag mit etwa 2’500 Hรถhenmeter bei heissem Wetter geht auch einiges durch den Kรถrper. Eine kleine Aufstellung:
Vor dem Start
- 0.5 Liter 7up
- 1 Semmel mit viel Konfitรผre
- 1 grosses Joghurt
Unterwegs (ungefรคhr in chronologischer Reihenfolge)
- 4 Liter Wasser
- Fast ein ganzes Pรคckchen Hustenbonbons
- 1 Energy Shot
- 1 Birewegge
- 2 halbe Semmeln belegt mit Kรคse und Salami
- 1 Apfel
- 1/2 Tรผte Nussmischung
- 0.5 Liter Apfelsprudel
- 1 Sandwich mit heissem Fleischkรคse
- 0.5 Liter Coca Cola
Nach der Fahrt
- 1.5 Liter Multivitaminsaft
- 1 Kleiner gemischter Salat
- 1 Pizza Napolitana
- 0.4 Liter Sprite
- Und jetzt รถffnete ich noch eine 1.5 Liter Fanta-Flasche, welche morgen auch ziemlich leer sein wird…


















